Zahlen, bitte!
„Willkommen auf der einzigen Zahnradbahn Indiens, die auf einer Meterspur durch das Nilgiri-Gebirge klettert.“
Welche Spurweite hat die Nilgiri-Bergbahn?
→ Eine Spurweite in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Nilgiri-Bergbahn hat eine Spurweite von 1000 Millimetern, der sogenannten Meterspur. Sie ist die einzige Zahnradbahn Indiens.
Die Breite zwischen den Schienen bestimmt, wie eine Bergbahn gebaut wird und wie sie fährt.
Die Nilgiri-Bergbahn in Südindien setzt dabei auf ein klares, rundes Maß.
Ihre Spur misst genau 1000 Millimeter und wird darum Meterspur genannt.

Die wichtigsten Zahlen
1000 mm
Spurweite
Meterspur
46 km
Streckenlänge
Mettupalayam bis Ooty
1899
Fertigstellung
nach Plänen von Niklaus Riggenbach
Die einzige Zahnradbahn Indiens, seit 2005 UNESCO-Welterbe.
1000 Millimeter zwischen den Schienen
Die Nilgiri-Bergbahn hat eine Spurweite von 1000 Millimetern.
Das ist nach Wikipedia die offizielle Spur der Strecke.
Dieses Maß wird in der Fachsprache Meterspur genannt.
Es liegt genau bei einem Meter zwischen den Schienen.
Damit ist die Bahn schmaler als eine normale europäische Hauptbahn.
Die runde Zahl ist leicht zu merken.

Die einzige Zahnradbahn Indiens
Die Nilgiri-Bergbahn ist Indiens einzige Zahnradbahn.
Zwischen den Schienen liegt eine gezahnte Stange.
Ein Zahnrad an der Lokomotive greift in diese Stange ein.
So kann die Bahn auch sehr steile Abschnitte bewältigen.
Ohne diese Technik würden die Räder durchrutschen.
Die Meterspur und die Zahnstange arbeiten dabei zusammen.
Gut zu wissen
Die Nilgiri-Bergbahn ist die einzige Zahnradbahn Indiens und nutzt das Abt-System des Schweizer Ingenieurs Roman Abt auf einer Meterspur von 1000 Millimetern.
Seit 2005 gehört sie gemeinsam mit der Darjeeling- und der Kalka-Shimla-Bahn zum UNESCO-Welterbe Gebirgseisenbahnen in Indien.
Das Abt-System aus der Schweiz
Die Bahn nutzt das Zahnstangensystem nach Roman Abt.
Abt war ein Schweizer Ingenieur und Fachmann für Bergbahnen.
Sein System verwendet mehrere Lamellen nebeneinander.
Das macht den Lauf ruhiger und sicherer.
Die Technik kam aus Europa nach Südindien.
Sie bewährt sich dort seit über hundert Jahren.
46 Kilometer durch das Gebirge
Die Strecke ist 46 Kilometer lang.
Sie verbindet Mettupalayam mit Udagamandalam, kurz Ooty genannt.
Dabei durchfährt der Zug 208 Kurven.
Er passiert 16 Tunnel und 250 Brücken.
Die Meterspur begleitet den ganzen Weg.
Sie macht die enge Linienführung erst möglich.
Fertiggestellt im Jahr 1899
Geplant wurde die Bahn schon seit 1845.
Fertiggestellt wurde sie 1899 von den Briten.
Die Pläne stammten vom Schweizer Niklaus Riggenbach.
Riggenbach war ein Pionier des Zahnradbahnbaus.
Zuerst betrieb die Madras Railway die Strecke.
Ab 1908 übernahm die South Indian Railway.
Keine Verbindung zu anderen Bahnen
Die Meterspur der Nilgiri-Bergbahn steht für sich.
Sie hat keine Gleisverbindung zu anderen Schmalspurbahnen.
Die großen indischen Linien nutzen eine breitere Spur.
Zwischen den Netzen muss man umsteigen.
Ein Nachtzug bringt Reisende aus Chennai heran.
Er trägt Namen wie Nilgiri Express oder Blue Mountain Express.
Warum die Meterspur passt
Im Gebirge ist jeder Meter Breite teuer.
Eine schmale Spur spart Platz am Hang.
Die Bauwerke fallen dadurch kleiner aus.
Enge Kurven lassen sich leichter anlegen.
Für eine steile Bergstrecke ist das ein Vorteil.
Die Meterspur ist darum eine kluge Wahl.
Welterbe seit 2005
2005 nahm die UNESCO die Bahn in die Welterbeliste auf.
Sie gehört zur Stätte Gebirgseisenbahnen in Indien.
Die Darjeeling-Bahn kam schon 1999 dazu.
Die Kalka-Shimla Railway folgte 2008.
Die drei Bahnen nutzen verschiedene schmale Spuren.
Gemeinsam zeigen sie die Vielfalt des Bergbahnbaus.
Langsam, aber zuverlässig
Die Bahn fährt bewusst langsam.
Die Zahnstange erlaubt kein hohes Tempo.
Dafür ist die Fahrt besonders sicher.
Die Meterspur sorgt für ruhigen Lauf.
Reisende genießen die Zeit und die Aussicht.
Geschwindigkeit ist hier nicht das Ziel.
Ein beliebtes Reiseziel
Die Fahrt nach Ooty ist bei Touristen sehr beliebt.
Die Strecke führt durch grüne Teeplantagen und Wälder.
Die kleinen Wagen auf der Meterspur wirken nostalgisch.
Viele Besucher kommen allein wegen der Bahn.
Trotzdem bleibt sie ein echtes Verkehrsmittel.
Sie verbindet Orte im Nilgiri-Gebirge.
Was die Spur über die Bahn verrät
Die Spurweite erzählt viel über eine Strecke.
1000 Millimeter bedeuten eine schmale, bergtaugliche Bahn.
Zusammen mit der Zahnstange ergibt das eine Kletterbahn.
Langsame Fahrt und enge Kurven gehören dazu.
All das trifft auf die Nilgiri-Bergbahn zu.
Die Meterspur ist der Schlüssel zu ihrem Wesen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
