Zahlen, bitte!
„Bitte beachten Sie den schmalen Spalt: Dieser Zug rollt auf einer Spur von nur 762 Millimetern.“
Welche Spurweite hat die Kalka-Shimla Railway?
→ Eine Spurweite in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Kalka-Shimla Railway hat eine Spurweite von 762 Millimetern. Diese schmale Spur passt in das enge Gebirge von Himachal Pradesh.
Die Breite zwischen zwei Schienen entscheidet viel über eine Bahn.
Bei der Kalka-Shimla Railway in Nordindien ist diese Spur bewusst schmal gehalten.
Sie misst 762 Millimeter und formt den ganzen Charakter der Strecke.

Die wichtigsten Zahlen
762 mm
Spurweite
Schmalspur
96,5 km
Streckenlänge
Kalka bis Shimla
1903
Eröffnung
unter britischer Verwaltung
Eine schmale Spur für enge Kurven im Vorgebirge des Himalaya.
762 Millimeter zwischen den Schienen
Die Kalka-Shimla Railway hat eine Spurweite von 762 Millimetern.
Das ist nach Wikipedia die offizielle Spur der Strecke.
Gemeint ist der Abstand zwischen den beiden Schienen.
Diese Zahl ist deutlich kleiner als bei einer normalen Hauptbahn.
Darum zählt die Strecke zu den Schmalspurbahnen.
Die schmale Spur ist ihr wichtigstes Merkmal.

Schmaler als die indische Hauptspur
Die großen Linien in Indien nutzen eine sehr breite Spur.
Diese Breitspur misst mehr als 1,6 Meter.
Die Kalka-Shimla Railway liegt weit darunter.
762 Millimeter sind nur etwa die Hälfte davon.
Der Unterschied ist mit bloßem Auge gut zu sehen.
Die beiden Netze passen deshalb nicht zusammen.
Gut zu wissen
Die Spurweite von 762 Millimetern ist bei mehreren indischen Gebirgsbahnen zu finden und gab der Kalka-Shimla Railway ihren Spitznamen Toy Train.
Sie macht enge Kurven möglich und senkt die Baukosten im schwierigen Gelände.
Warum die Spur so schmal ist
Im Gebirge ist Platz knapp und teuer.
Eine schmale Spur braucht weniger Breite am Hang.
Auch die Bauwerke fallen dadurch kleiner aus.
Enge Kurven lassen sich leichter befahren.
Das spart Geld beim Bau und beim Betrieb.
Für eine Bergstrecke ist die schmale Spur die klügere Wahl.
Enge Kurven im Vorgebirge
Auf der Strecke liegen 919 Kurven.
Viele davon sind sehr eng.
Eine breite Spur käme hier an ihre Grenzen.
Die schmale Spur folgt dem Gelände besser.
So windet sich der Zug dicht um den Berg.
Die Spurweite und die Kurven gehören zusammen.
Der Spitzname Toy Train
Wegen der schmalen Spur heißt die Bahn Toy Train.
Das bedeutet so viel wie Spielzeugeisenbahn.
Die Wagen wirken klein und zierlich.
Von außen sieht der Zug fast wie ein Modell aus.
Der Name ist liebevoll gemeint.
Er hat sich bei Reisenden fest eingebürgert.
96,5 Kilometer auf schmaler Spur
Die Strecke ist insgesamt 96,5 Kilometer lang.
Sie führt von Kalka nach Shimla.
Dabei steigt sie um 1.420 Höhenmeter an.
Die schmale Spur begleitet den ganzen Weg.
Ohne sie wäre dieser Aufstieg kaum möglich.
Spur und Höhenprofil bedingen einander.
864 Brücken und 102 Tunnel
Die Strecke überquert 864 Brücken.
Dazu kommen 102 Tunnel.
Der längste Tunnel misst 1,14 Kilometer.
Alle Bauwerke sind auf die schmale Spur zugeschnitten.
Das macht sie günstiger als bei einer breiten Bahn.
Trotzdem war der Bau eine große Leistung.
Eröffnet im Jahr 1903
Im November 1903 ging die Strecke in Betrieb.
Sie entstand in der britischen Kolonialzeit.
Shimla war die Sommerhauptstadt der Verwaltung.
Die schmale Spur war von Anfang an geplant.
Sie hat sich über mehr als hundert Jahre bewährt.
Bis heute fährt die Bahn auf denselben Gleisen.
Welterbe seit 2008
2008 kam die Strecke auf die Welterbeliste der UNESCO.
Sie gehört zu den Gebirgseisenbahnen in Indien.
Auch die Darjeeling- und die Nilgiri-Bahn zählen dazu.
Alle drei nutzen eine schmale Spur.
Die Spurweite ist Teil ihres gemeinsamen Erbes.
Sie steht für eine ganze Epoche des Bergbahnbaus.
Eine Spur mit vielen Geschwistern
Die Spur von 762 Millimetern ist in Indien nicht allein.
Mehrere alte Bergbahnen nutzen ein ähnliches Maß.
Auch anderswo auf der Welt gibt es diese Spur.
Sie galt lange als guter Kompromiss.
Schmal genug für die Berge, breit genug für echten Verkehr.
Die Kalka-Shimla Railway ist ihr berühmtestes Beispiel.
Was die Spur über die Bahn verrät
Die Spurweite erzählt viel über eine Strecke.
762 Millimeter bedeuten enge Kurven und kleine Wagen.
Sie bedeuten langsame, aber sichere Fahrt.
Sie bedeuten einen Bau, der sich dem Berg anpasst.
All das trifft auf die Kalka-Shimla Railway zu.
Ihre Spur ist der Schlüssel zu ihrem Wesen.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
