Stimmt es, dass zur Festung Hohensalzburg seit rund 500 Jahren eine Standseilbahn Lasten hinaufzieht?

Stimmt es, dass …?

„Seit einem halben Jahrtausend: Der Reißzug schleppt die Lasten auf die Festung.“

Stimmt es, dass zur Festung Hohensalzburg seit rund 500 Jahren eine Standseilbahn Lasten hinaufzieht?

→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

Zur Festung Hohensalzburg führt mit dem Reißzug eine uralte Standseilbahn, die nur Güter befördert. Der Mythos stimmt, denn sie gilt als älteste erhaltene Seilbahn der Welt und zieht seit rund 500 Jahren Lasten hinauf.

Hoch über der Stadt Salzburg thront die Festung Hohensalzburg.

Seit Jahrhunderten müssen Waren auf den steilen Berg gebracht werden.

Dafür gibt es eine Bahn, die weit älter ist, als man denkt.

Reißzug Wagen
Foto: Eweht, Public domain, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

um 1500

erstmals belegt

an der Festung Hohensalzburg

älteste

erhaltene Seilbahn

der Welt

nur Güter

kein Personenverkehr

bis heute

Die moderne Festungsbahn für Fahrgäste kam erst viel später hinzu.

Eine Bahn auf die Festung

Die Festung Hohensalzburg ist das Wahrzeichen der Stadt Salzburg.

Sie liegt auf einem steilen Berg über den Dächern.

Schon immer mussten dort oben Menschen versorgt werden.

Nahrung, Baustoffe und Brennholz mussten den Berg hinauf.

Dafür baute man früh eine einfache Bahn am Seil.

Dieser Beitrag klärt, wie alt diese Bahn wirklich ist.

Hohensalzburg 1 2 2014 f Reißzug Stift Nonnberg
Foto: Manfred Werner – Tsui, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Reißzug

Die Bahn trägt den Namen Reißzug.

Sie führt vom Nonnberg hinauf zur Festung.

Es handelt sich um eine Standseilbahn für Lasten.

Ein Seil zieht dabei einen kleinen Wagen den Hang hinauf.

Von Anfang an diente sie allein dem Gütertransport.

Menschen wurden auf ihr nie regulär befördert.

Gut zu wissen

Eine Standseilbahn zieht ihre Wagen mit einem Seil den Hang hinauf, während die Fahrzeuge auf Schienen am Boden bleiben.

Den Personenverkehr auf die Festung Hohensalzburg übernimmt seit dem späten 19. Jahrhundert die eigens gebaute Festungsbahn.

Rund 500 Jahre alt

Das Besondere am Reißzug ist sein hohes Alter.

Schon um das Jahr 1500 ist er in Quellen belegt.

Eine Quelle beschreibt ihn im Jahr 1515 sehr genau.

Teile der Anlage reichen noch weiter zurück.

Damit ist er seit rund einem halben Jahrtausend in Betrieb.

Wenige Bahnen der Welt können auf eine so lange Geschichte blicken.

Die älteste ihrer Art

Fachleute halten den Reißzug für etwas Einzigartiges.

Er gilt als die älteste erhaltene Seilbahn der Welt.

Keine andere Anlage dieser Art ist nachweislich älter.

Damit ist er ein lebendiges Denkmal der Technikgeschichte.

Er zeigt, dass es Seilbahnen schon lange vor der Eisenbahn gab.

Sein Alter macht ihn weltweit bekannt.

Wie der Antrieb früher gelang

Einen Motor gab es in den frühen Jahrhunderten noch nicht.

Die Kraft kam zunächst aus Muskelkraft von Mensch und Tier.

Über eine Winde und ein langes Seil wurde der Wagen bewegt.

Das Seil war früher aus Hanf gefertigt.

So zog man die Lasten mühsam den steilen Hang hinauf.

Später wurde die Technik nach und nach erneuert.

Noch immer nur für Güter

Bis heute befördert der Reißzug ausschließlich Waren.

Lebensmittel und Material gelangen so auf die Festung.

Für die Öffentlichkeit ist die Bahn nicht zugänglich.

Fahrgäste sieht man auf ihr also nicht.

Sie bleibt ein reines Arbeitsgerät der Festung.

Gerade das hat ihren alten Charakter bewahrt.

Die Bahn für die Besucher

Für Besucher der Festung gibt es eine andere Bahn.

Das ist die moderne Festungsbahn.

Sie wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts gebaut.

Diese Standseilbahn bringt die Gäste bequem hinauf.

Der uralte Reißzug und die jüngere Festungsbahn ergänzen sich.

Eine schafft die Lasten, die andere die Menschen.

Ein Stück lebendige Geschichte

Der Reißzug verbindet Mittelalter und Gegenwart.

Seit rund 500 Jahren erfüllt er dieselbe Aufgabe.

Kaum ein anderes Verkehrsmittel ist so lange im Dienst.

Für Salzburg ist er ein stiller, aber bedeutender Schatz.

Die meisten Besucher ahnen gar nichts von seiner Existenz.

Dabei ist er eine der ältesten Bahnen überhaupt.

Das Fazit

Der Mythos stimmt, denn der Reißzug zieht seit rund 500 Jahren Lasten auf die Festung.

Schon um das Jahr 1500 ist die kleine Standseilbahn belegt.

Sie gilt als älteste erhaltene Seilbahn der Welt.

Bis heute befördert sie allein Güter und keine Fahrgäste.

Für Besucher wurde später die moderne Festungsbahn gebaut.

Ein Blick in die Zukunft

Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.

Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.

Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.

Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.

Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.

So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.

Von der Dampflok bis heute

Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.

Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.

Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.

Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.

Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.

Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.

Häufige Fragen

Wie alt ist der Reißzug?
Er ist schon um das Jahr 1500 belegt und damit seit rund 500 Jahren in Betrieb.
Was befördert die Bahn?
Ausschließlich Güter wie Lebensmittel und Baustoffe hinauf zur Festung Hohensalzburg.
Ist der Reißzug die älteste Seilbahn?
Er gilt als die älteste erhaltene Seilbahn der Welt.
Können Besucher damit fahren?
Nein, der Reißzug ist nicht öffentlich; für Gäste gibt es die moderne Festungsbahn.
Wie wurde er früher angetrieben?
Über eine Winde und ein langes Seil, zunächst mit Muskelkraft von Mensch und Tier.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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