Stimmt es, dass über den Hauenstein ein alter Scheiteltunnel und ein neuer Basistunnel führen?

Stimmt es, dass …?

„Wir nähern uns dem Hauenstein, dem Jura-Übergang mit gleich zwei Eisenbahntunneln aus zwei Epochen.“

Stimmt es, dass über den Hauenstein ein alter Scheiteltunnel und ein neuer Basistunnel führen?

→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

Das stimmt. Am Hauenstein durchqueren zwei Tunnel den Jura: der alte Scheiteltunnel von 1858 und der neue Basistunnel von 1916.

Der Hauenstein ist ein Übergang über die Jurakette zwischen Basel und Olten in der Schweiz.

Hier verläuft eine der ältesten Eisenbahnstrecken des Landes.

Über den Pass führen nicht einer, sondern gleich zwei Eisenbahntunnel.

Gedenktafel der Opfer des Hauensteintunnel Baus 1857 panoramio
Foto: Rucci, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

2495 m

Scheiteltunnel

Bauzeit 1853–1858

1858

alte Strecke

Basel–Olten, SCB

1916

Basistunnel

neue Strecke

Der ältere Scheiteltunnel liegt hoch unter dem Dorf Hauenstein, der neuere Basistunnel tiefer und östlich davon.

Was ein Scheiteltunnel ist

Ein Scheiteltunnel durchquert einen Berg nahe seiner höchsten Stelle.

Die Bahn muss dafür zuvor mit Steigungen bis zum Tunnel hinaufklettern.

In der Frühzeit der Eisenbahn war das die einfachere Lösung.

Lange, tief liegende Tunnel ließen sich damals technisch kaum bauen.

Am Hauenstein entstand deshalb zuerst ein solcher hoch gelegener Tunnel.

SBB Tecknau
Foto: Alex Noble, CC0, via Wikimedia Commons

Der alte Hauenstein-Scheiteltunnel

Der ältere der beiden Tunnel liegt unter dem Dorf Hauenstein.

Er ist 2495 Meter lang und wurde zwischen 1853 und 1858 gebaut.

Mit ihm eröffnete 1858 die Strecke von Basel nach Olten.

Sie zählt zu den ältesten Eisenbahnstrecken der Schweiz.

Gebaut wurde sie von der Schweizerischen Centralbahn.

Gut zu wissen

Die Strecke Basel–Olten gehört zu den ältesten der Schweiz und wurde von der Schweizerischen Centralbahn gebaut.

Basistunnel liegen tiefer als Scheiteltunnel und ermöglichen flachere, schnellere Strecken.

Der neue Hauenstein-Basistunnel

Ein Basistunnel liegt tiefer und erspart die mühsame Bergfahrt.

Am Hauenstein wurde ein solcher Tunnel 1916 eröffnet.

Er verläuft tiefer und östlich vom alten Scheiteltunnel.

Seither führt der gesamte Fernverkehr über die neue Strecke.

Die alte Strecke blieb als Nebenbahn erhalten.

Zwei Tunnel, zwei Zeiten

Am Hauenstein durchqueren also zwei Eisenbahntunnel den Jura.

Der ältere stammt aus der Pionierzeit der Bahn.

Der jüngere entstand, als man längere Tunnel bauen konnte.

Beide zeigen, wie sich die Technik in wenigen Jahrzehnten entwickelte.

Der Name Hauenstein steht dabei für zwei Passübergänge über den Jura.

Woher der Name kommt

Der Name Hauenstein erinnert an alte Hohlwege im Kalkfels.

Diese Wege waren tief in den Stein eingehauen.

Sie führten schon lange vor der Bahn über die Jurakette.

Der Ort Hauenstein liegt südlich des Scheitels des Passes.

So gab die Landschaft der Bahnlinie ihren Namen.

Das Läufelfingerli

Die alte Strecke dient heute vor allem dem Nahverkehr.

Die Züge auf ihr tragen den Spitznamen Läufelfingerli.

Der Name geht auf den Ort Läufelfingen an der Strecke zurück.

Fällt der Basistunnel aus, fahren wieder Schnellzüge über die alte Route.

Dann dauert die Fahrt rund vier Minuten länger.

Warum zwei Strecken sinnvoll sind

Zwei Routen über denselben Pass bieten eine wichtige Reserve.

Bei Bauarbeiten oder Störungen kann der Verkehr ausweichen.

So bleibt die wichtige Verbindung zwischen Basel und Olten stabil.

Die alte Strecke erschließt zudem die Dörfer in der Höhe.

Alt und neu ergänzen sich bis heute.

Was gern verwechselt wird

Manche halten den Hauenstein für einen einzigen Tunnel.

Tatsächlich gibt es dort zwei verschiedene Tunnel aus verschiedenen Zeiten.

Andere verwechseln den Hauenstein mit dem Gotthard.

Der Hauenstein durchquert jedoch den Jura, nicht die Alpen.

Beide Bauwerke stehen aber für den frühen Schweizer Tunnelbau.

Das Fazit

Der Mythos stimmt.

Über den Hauenstein führen zwei Eisenbahntunnel.

Der alte Scheiteltunnel von 1858 liegt hoch unter dem Dorf Hauenstein.

Der neue Basistunnel von 1916 verläuft tiefer und trägt den Fernverkehr.

Zusammen erzählen sie ein Stück frühe Eisenbahngeschichte der Schweiz.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt

Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.

Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.

Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.

Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.

Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.

So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Was die Fahrgäste davon haben

Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.

Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.

Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.

Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.

So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.

Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.

Häufige Fragen

Gibt es am Hauenstein wirklich zwei Tunnel?
Ja, einen alten Scheiteltunnel von 1858 und einen neuen Basistunnel von 1916.
Wie lang ist der alte Scheiteltunnel?
Er ist 2495 Meter lang und wurde zwischen 1853 und 1858 gebaut.
Welche Städte verbindet die Strecke?
Die Strecke verbindet Basel und Olten über die Jurakette.
Was ist das Läufelfingerli?
So heißt der Nahverkehr auf der alten Strecke, benannt nach dem Ort Läufelfingen.
Warum wurde der Basistunnel gebaut?
Er liegt tiefer, erspart die steile Bergfahrt und nahm 1916 den Fernverkehr auf.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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