Stimmt es, dass …?
„Einmal im Kreis durch den Berg: Kanadas Spiraltunnel zähmen die steile Rampe.“
Stimmt es, dass in Kanada ein Zug durch zwei spiralförmige Tunnel im Berg an Höhe gewinnt?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
In den kanadischen Rocky Mountains führen zwei spiralförmige Tunnel durch die Berge und entschärfen eine einst gefährlich steile Rampe. Der Mythos stimmt, denn seit 1909 gewinnen die Züge dort im Berg kreisend an Höhe.
In den kanadischen Rocky Mountains gab es einst eine gefürchtete Steilstrecke.
Sie trug den Namen Big Hill und war gefährlich steil.
Zwei spiralförmige Tunnel lösten das Problem auf verblüffende Weise.

Die Fakten in Zahlen
1909
eröffnet
von Canadian Pacific
zwei Tunnel
spiralförmig
als Dreiviertelkreise im Berg
4,5% → 2,2%
Steigung gesenkt
statt der steilen Big Hill
Bei langen Zügen kann die Lok bereits unter dem eigenen hinteren Wagenteil hindurchfahren.
Eine gefährlich steile Rampe
Beim Bau der Bahn durch die kanadischen Rocky Mountains gab es ein Problem.
Am Kicking Horse Pass musste die Strecke rasch an Höhe verlieren.
Die erste Lösung war eine sehr steile Rampe.
Man nannte sie schlicht die Big Hill.
Mit einer Neigung von 4,5 Prozent war sie äußerst steil.
Für die Züge war sie eine ständige Gefahr.

Gefahr auf der Big Hill
Bergab drohten die schweren Züge außer Kontrolle zu geraten.
Bremsen mussten die ganze Zeit mit aller Kraft arbeiten.
Immer wieder kam es zu brenzligen Situationen.
Sogar eigene Nothaltgleise wurden angelegt.
Diese sollten durchgehende Züge auffangen.
Auf Dauer war das kein haltbarer Zustand.
Gut zu wissen
Ein Spiral- oder Kehrtunnel verlängert die Strecke im Inneren eines Berges, damit ein großer Höhenunterschied mit sanfterer Steigung überwunden werden kann.
Die Spiraltunnel am Kicking Horse Pass gehören zur Hauptstrecke der Canadian Pacific Railway durch die Rocky Mountains.
Die Idee der Spiraltunnel
Die Lösung war ebenso kühn wie einfach.
Statt gerade hinab sollte die Strecke in Schleifen führen.
Dafür trieb man zwei Tunnel in die Berge.
Jeder Tunnel beschreibt darin einen Dreiviertelkreis.
So verlängert sich der Weg, und die Steigung sinkt.
Die Züge gewinnen oder verlieren im Berg kreisend an Höhe.
Eröffnet im Jahr 1909
Gebaut wurden die Tunnel von der Canadian Pacific Railway.
Im Jahr 1909 gingen sie in Betrieb.
Damit war die gefürchtete Big Hill entschärft.
Die Steigung sank von 4,5 auf 2,2 Prozent.
Das war nur noch halb so steil wie zuvor.
Für die Bahn bedeutete das einen großen Fortschritt.
Der Zug fährt über sich selbst
Ein Spiraltunnel sorgt für einen erstaunlichen Anblick.
Ein sehr langer Zug windet sich im Kreis durch den Berg.
Dabei kann der vordere Teil schon wieder austreten.
Der hintere Teil ist dann noch am Eingang.
So fährt die Lok mitunter unter den eigenen letzten Wagen hindurch.
Dieses Schauspiel zieht viele Beobachter an.
Ein Vorbild aus den Alpen
Die Idee der Spiraltunnel stammt nicht aus Kanada allein.
Schon in den Alpen hatte man ähnliche Tunnel gebaut.
Dort kämpften die Bahnen mit denselben steilen Hängen.
Die Kehrtunnel der Alpen dienten als Vorbild.
In Kanada wurde diese Technik noch einmal großartig umgesetzt.
So wanderte eine clevere Lösung über den Ozean.
Ein Ziel für Besucher
Heute sind die Spiraltunnel eine bekannte Attraktion.
An der Straße gibt es eigene Aussichtspunkte.
Von dort lässt sich das Schauspiel gut beobachten.
Besucher warten geduldig auf einen langen Güterzug.
Wenn er sich durch die Schleifen windet, zücken alle die Kamera.
Die Tunnel sind so zu einem Wahrzeichen der Region geworden.
Technik, die bis heute wirkt
Die Spiraltunnel erfüllen ihre Aufgabe bis heute.
Noch immer rollen die Züge sicher durch die Schleifen.
Die einst gefürchtete Big Hill ist Geschichte.
Über hundert Jahre nach dem Bau bewähren sich die Tunnel.
Sie zeigen, wie kluge Technik ein großes Problem löst.
Das macht sie zu einem Meilenstein des Bahnbaus.
Das Fazit
Der Mythos stimmt, denn in Kanada gewinnt ein Zug durch zwei Spiraltunnel an Höhe.
Die Tunnel winden sich als Dreiviertelkreise durch die Berge am Kicking Horse Pass.
Seit 1909 entschärfen sie die einst gefährlich steile Big Hill.
Die Steigung sank dadurch von 4,5 auf 2,2 Prozent.
Bei langen Zügen fährt die Lok sogar unter den eigenen Wagen hindurch.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
