Stimmt es, dass in Kanada ein Zug durch zwei spiralförmige Tunnel im Berg an Höhe gewinnt?

Stimmt es, dass …?

„Einmal im Kreis durch den Berg: Kanadas Spiraltunnel zähmen die steile Rampe.“

Stimmt es, dass in Kanada ein Zug durch zwei spiralförmige Tunnel im Berg an Höhe gewinnt?

→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

In den kanadischen Rocky Mountains führen zwei spiralförmige Tunnel durch die Berge und entschärfen eine einst gefährlich steile Rampe. Der Mythos stimmt, denn seit 1909 gewinnen die Züge dort im Berg kreisend an Höhe.

In den kanadischen Rocky Mountains gab es einst eine gefürchtete Steilstrecke.

Sie trug den Namen Big Hill und war gefährlich steil.

Zwei spiralförmige Tunnel lösten das Problem auf verblüffende Weise.

Emerald Lake, Yoho National Park
Foto: Christian Abend, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

1909

eröffnet

von Canadian Pacific

zwei Tunnel

spiralförmig

als Dreiviertelkreise im Berg

4,5% → 2,2%

Steigung gesenkt

statt der steilen Big Hill

Bei langen Zügen kann die Lok bereits unter dem eigenen hinteren Wagenteil hindurchfahren.

Eine gefährlich steile Rampe

Beim Bau der Bahn durch die kanadischen Rocky Mountains gab es ein Problem.

Am Kicking Horse Pass musste die Strecke rasch an Höhe verlieren.

Die erste Lösung war eine sehr steile Rampe.

Man nannte sie schlicht die Big Hill.

Mit einer Neigung von 4,5 Prozent war sie äußerst steil.

Für die Züge war sie eine ständige Gefahr.

KICKING HORSE PASS NATIONAL HISTORIC SITE
Foto: JERRYE AND ROY KLOTZ MD, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gefahr auf der Big Hill

Bergab drohten die schweren Züge außer Kontrolle zu geraten.

Bremsen mussten die ganze Zeit mit aller Kraft arbeiten.

Immer wieder kam es zu brenzligen Situationen.

Sogar eigene Nothaltgleise wurden angelegt.

Diese sollten durchgehende Züge auffangen.

Auf Dauer war das kein haltbarer Zustand.

Gut zu wissen

Ein Spiral- oder Kehrtunnel verlängert die Strecke im Inneren eines Berges, damit ein großer Höhenunterschied mit sanfterer Steigung überwunden werden kann.

Die Spiraltunnel am Kicking Horse Pass gehören zur Hauptstrecke der Canadian Pacific Railway durch die Rocky Mountains.

Die Idee der Spiraltunnel

Die Lösung war ebenso kühn wie einfach.

Statt gerade hinab sollte die Strecke in Schleifen führen.

Dafür trieb man zwei Tunnel in die Berge.

Jeder Tunnel beschreibt darin einen Dreiviertelkreis.

So verlängert sich der Weg, und die Steigung sinkt.

Die Züge gewinnen oder verlieren im Berg kreisend an Höhe.

Eröffnet im Jahr 1909

Gebaut wurden die Tunnel von der Canadian Pacific Railway.

Im Jahr 1909 gingen sie in Betrieb.

Damit war die gefürchtete Big Hill entschärft.

Die Steigung sank von 4,5 auf 2,2 Prozent.

Das war nur noch halb so steil wie zuvor.

Für die Bahn bedeutete das einen großen Fortschritt.

Der Zug fährt über sich selbst

Ein Spiraltunnel sorgt für einen erstaunlichen Anblick.

Ein sehr langer Zug windet sich im Kreis durch den Berg.

Dabei kann der vordere Teil schon wieder austreten.

Der hintere Teil ist dann noch am Eingang.

So fährt die Lok mitunter unter den eigenen letzten Wagen hindurch.

Dieses Schauspiel zieht viele Beobachter an.

Ein Vorbild aus den Alpen

Die Idee der Spiraltunnel stammt nicht aus Kanada allein.

Schon in den Alpen hatte man ähnliche Tunnel gebaut.

Dort kämpften die Bahnen mit denselben steilen Hängen.

Die Kehrtunnel der Alpen dienten als Vorbild.

In Kanada wurde diese Technik noch einmal großartig umgesetzt.

So wanderte eine clevere Lösung über den Ozean.

Ein Ziel für Besucher

Heute sind die Spiraltunnel eine bekannte Attraktion.

An der Straße gibt es eigene Aussichtspunkte.

Von dort lässt sich das Schauspiel gut beobachten.

Besucher warten geduldig auf einen langen Güterzug.

Wenn er sich durch die Schleifen windet, zücken alle die Kamera.

Die Tunnel sind so zu einem Wahrzeichen der Region geworden.

Technik, die bis heute wirkt

Die Spiraltunnel erfüllen ihre Aufgabe bis heute.

Noch immer rollen die Züge sicher durch die Schleifen.

Die einst gefürchtete Big Hill ist Geschichte.

Über hundert Jahre nach dem Bau bewähren sich die Tunnel.

Sie zeigen, wie kluge Technik ein großes Problem löst.

Das macht sie zu einem Meilenstein des Bahnbaus.

Das Fazit

Der Mythos stimmt, denn in Kanada gewinnt ein Zug durch zwei Spiraltunnel an Höhe.

Die Tunnel winden sich als Dreiviertelkreise durch die Berge am Kicking Horse Pass.

Seit 1909 entschärfen sie die einst gefährlich steile Big Hill.

Die Steigung sank dadurch von 4,5 auf 2,2 Prozent.

Bei langen Zügen fährt die Lok sogar unter den eigenen Wagen hindurch.

Ein Blick in die Zukunft

Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.

Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.

Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.

Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.

Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.

So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.

Was die Fahrgäste davon haben

Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.

Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.

Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.

Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.

So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.

Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.

Häufige Fragen

Gibt es in Kanada wirklich Spiraltunnel?
Ja, am Kicking Horse Pass winden sich zwei spiralförmige Tunnel durch die Berge.
Wozu dienen die Tunnel?
Sie entschärfen die einst gefährlich steile Big Hill, indem sie die Strecke im Berg verlängern.
Seit wann gibt es sie?
Seit 1909; gebaut wurden sie von der Canadian Pacific Railway.
Wie stark sank die Steigung?
Von 4,5 Prozent auf 2,2 Prozent, also auf etwa die Hälfte.
Fährt ein Zug wirklich über sich selbst?
Bei sehr langen Zügen kann die Lok bereits unter dem eigenen hinteren Wagenteil hindurchfahren.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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