Stimmt es, dass …?
„Dort, wo die Räder in der Kurve kreischen, hilft an der richtigen Stelle ein wenig Fett.“
Stimmt es, dass in engen Kurven die Schiene geschmiert wird?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
In engen Bögen wird der Spurkranz oder die Schienenflanke geschmiert, um Verschleiß und Lärm zu senken. Die Behauptung stimmt.
In engen Kurven hört man Züge oft laut quietschen.
Dort wirken große Kräfte zwischen Rad und Schiene.
Diese Folge klärt, ob dagegen wirklich geschmiert wird.

Die Fakten in Zahlen
Spurkranz
Schmierstelle
oder die Flanke der Schiene
Verschleiß + Lärm
Ziel
beides wird verringert
Lauffläche frei
Regel
dort darf kein Fett hin
Die Angaben stammen aus dem deutschsprachigen Wikipedia-Artikel zur Spurkranzschmierung.
Worum es in dem Mythos geht
Die Behauptung lautet, dass in engen Kurven die Schiene geschmiert wird.
Das klingt ungewöhnlich, denn ein glattes Gleis könnte gefährlich wirken.
Tatsächlich wird aber nur an einer ganz bestimmten Stelle geschmiert.
Der Check schaut sich an, warum und wo das geschieht.

Was in der Kurve passiert
In einem Schienenbogen drückt der Spurkranz des Rades gegen die Flanke der äußeren Schiene.
Dabei entstehen tangentiale Reibungskräfte.
Diese Kräfte führen zu Verschleiß an Rad und Schiene.
Außerdem erzeugen sie eine starke Lärmbelastung.
Je enger die Kurve, desto größer sind diese Kräfte.
Gut zu wissen
Geschmiert werden nur Spurkranz und Schienenflanke, niemals die Lauffläche, auf der das Rad trägt.
Das Fett verteilt sich über die Flanken, sodass auch die folgenden Räder eines Zuges geschmiert werden.
Die Lösung ist Schmierung
Um diese Reibung zu verringern, wird gezielt Schmierstoff aufgebracht.
Die Spurkranzschmierung heißt deshalb auch Schienenflankenschmierung.
Das Fett kommt entweder auf den Spurkranz oder auf die Flanke der Schiene.
So gleiten Rad und Schiene an dieser Stelle leichter aneinander vorbei.
Verschleiß und Geräusch nehmen dadurch deutlich ab.
Wo genau geschmiert wird
Geschmiert wird nur der Spurkranz oder die Flanke der Schiene.
Die Lauffläche des Rades bleibt dabei bewusst frei.
Dort, wo das Rad auf der Schiene abrollt und trägt, darf kein Fett hin.
Die Schmierung betrifft also nur die seitliche Berührung in der Kurve.
Das Gleis wird keineswegs rundum eingefettet.
Warum die Lauffläche frei bleiben muss
Gelangt Fett auf die Lauffläche, wird der Kraftschluss zwischen Rad und Schiene geringer.
Dann kann der Zug schlechter beschleunigen.
Vor allem aber verlängert sich der Bremsweg.
Beides wäre gefährlich und soll unbedingt vermieden werden.
Deshalb ist die saubere Trennung zwischen Flanke und Lauffläche so wichtig.
Die Technik am Fahrzeug
Viele Triebfahrzeuge haben am vordersten Radsatz eine automatische Spurkranzschmiereinrichtung.
Diese bringt das Schmierfett gezielt auf.
Befördert wird das Fett durch eine Pumpe oder mit Druckluft.
So wird immer nur so viel aufgetragen, wie nötig ist.
Die Schmierung läuft im Betrieb automatisch mit.
Die folgenden Räder profitieren mit
Das Fett bleibt nicht nur am ersten Rad.
Es verteilt sich auf den Schienenflanken.
Dadurch werden auch die nachfolgenden Räder geschmiert.
Ein einziger Auftrag wirkt so für den ganzen Zug.
Die Schmierung ist damit sehr sparsam.
Was man einschränkend sagen muss
Geschmiert wird nicht die ganze Schiene, sondern nur die Flanke in den Bögen.
Auf gerader Strecke ist eine Schmierung meist nicht nötig.
Die Lauffläche bleibt grundsätzlich trocken.
So verbindet die Technik weniger Verschleiß mit sicherem Halt.
Das Fazit
In engen Bögen wird gezielt der Spurkranz oder die Schienenflanke geschmiert, um Verschleiß und Lärm zu senken.
Die tragende Lauffläche bleibt dabei bewusst frei.
Die Behauptung stimmt.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
