Stimmt es, dass …?
„Einfahrt ohne Abgas: Dieser Triebwagen fährt mit Wasserstoff und gibt nur Wasserdampf ab.“
Stimmt es, dass in Deutschland Züge mit Wasserstoff fahren?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Stimmt es, dass …?
Kurz gesagt
Das stimmt: In Deutschland fahren seit 2018 Wasserstoffzüge. Sie erzeugen ihren Strom in einer Brennstoffzelle und fahren dort, wo keine Oberleitung hängt.
Ein Zug, der mit Wasserstoff fährt, klingt nach ferner Zukunft.
Tatsächlich rollen solche Züge in Deutschland aber schon seit einigen Jahren.
Statt Diesel zu verbrennen, erzeugen sie ihren Strom aus Wasserstoff.

Die Fakten in Zahlen
2018
erster Einsatz
im Netz zwischen Elbe und Weser
Brennstoffzelle
Antrieb
Strom aus Wasserstoff
Wasserdampf
Abgas
kein Ruß, kein Kohlendioxid vor Ort
Der weltweit erste Serienzug dieser Art kam aus Deutschland.
Was ein Wasserstoffzug ist
Ein Wasserstoffzug ist ein Triebwagen, der seinen Strom aus Wasserstoff gewinnt.
Dafür sorgt eine sogenannte Brennstoffzelle an Bord.
Der erzeugte Strom treibt Elektromotoren an.
Eine Oberleitung braucht der Zug dafür nicht.

Wie die Brennstoffzelle arbeitet
In der Brennstoffzelle reagiert Wasserstoff mit dem Sauerstoff aus der Luft.
Dabei entsteht elektrischer Strom für den Antrieb.
Als Abfallprodukt bleibt vor allem Wasser übrig, das als Dampf entweicht.
Ruß oder Kohlendioxid stößt der Zug vor Ort nicht aus.
Gut zu wissen
Ein Wasserstoffzug speichert Wasserstoff in Tanks und wandelt ihn an Bord in Strom um.
Er eignet sich vor allem für Strecken, die keine Oberleitung haben.
Der erste Einsatz in Deutschland
Von Mitte September 2018 an fuhren zwei Wasserstoffzüge im Netz zwischen Elbe und Weser.
Ihr Stützpunkt lag im Raum Bremervörde in Niedersachsen, wo auch die Wasserstofftankstelle stand.
Dort waren die Fahrzeuge im Pilotbetrieb mit Fahrgästen unterwegs.
Damit begann in Deutschland der Alltag des Wasserstoffzugs.
Ein weltweit erster Schritt
Der Zug trägt den Namen iLINT und stammt vom Hersteller Alstom.
Nach Angaben des Herstellers war er der weltweit erste Serien-Personenzug mit Wasserstoff-Brennstoffzelle.
Vorgestellt wurde er bereits 2016 auf der Fachmesse InnoTrans in Berlin.
Von dort trat die Technik ihren Weg in den Betrieb an.
Warum gerade Wasserstoff
Nicht jede Strecke in Deutschland hat eine Oberleitung.
Auf solchen Strecken fuhren bisher meist Dieseltriebwagen.
Der Wasserstoffzug ist dazu eine leisere Alternative ohne Abgas vor Ort.
So lässt sich auch abseits der Oberleitung sauberer fahren.
Woher der Zug stammt
Der iLINT baut auf dem bewährten Nahverkehrstriebwagen Coradia LINT auf.
Dieser wurde ursprünglich in Salzgitter entwickelt.
Alstom gilt heute als einer der Vorreiter beim Brennstoffzellenzug.
Aus dem Dieselfahrzeug wurde so ein Fahrzeug mit Wasserstoffantrieb.
Der Diesel tritt ab
Die Produktion der Diesel-Ausführung des LINT wurde Ende 2023 eingestellt.
Für Strecken ohne Oberleitung rücken Wasserstoff- und Batteriezüge nach.
Damit verändert sich langsam das Bild im Nahverkehr.
Der Diesel verliert dort nach und nach an Bedeutung.
Was Fahrgäste merken
Von innen wirkt ein Wasserstoffzug wie ein gewöhnlicher Nahverkehrszug.
Auffällig ist vor allem, dass er leiser fährt.
Getankt wird an einer Wasserstofftankstelle statt an der Oberleitung.
Für die Reisenden ändert sich am Ablauf kaum etwas.
Das Fazit
Der Mythos stimmt: In Deutschland fahren Züge mit Wasserstoff.
Seit 2018 waren die ersten davon in Niedersachsen im Einsatz.
Ihren Strom gewinnen sie sauber aus einer Brennstoffzelle.
Auf Strecken ohne Oberleitung sind sie eine Alternative zum Diesel.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
