Stimmt es, dass ganze Lastwagen samt Fahrer auf einem Zug mitfahren?

Stimmt es, dass …?

„Auffahrt zur Rollenden Landstraße: Lastwagen aufs Gleis, Fahrer in den Liegewagen.“

Stimmt es, dass ganze Lastwagen samt Fahrer auf einem Zug mitfahren?

→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

Das stimmt: Bei der Rollenden Landstraße fahren komplette Lastwagen auf niedrigen Wagen mit. Die Fahrerinnen und Fahrer reisen in einem eigenen Begleitwagen.

Dass Güter auf der Bahn reisen, ist bekannt.

Bei der Rollenden Landstraße fährt aber der ganze Lastwagen mit, nicht nur die Ladung.

Und auch der Mensch am Steuer ist an Bord des Zuges.

Freiburg Güterbahnhof; Die rollende Landstraße; Lastwagen fahren auf LAB
Foto: Willy Pragher, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

ganzer Lkw

fährt mit

auf niedrigen Spezialwagen

Begleitwagen

für die Fahrer

Sitz- oder Liegewagen

kleine Räder

am Niederflurwagen

damit alles unter Brücken passt

Kurz heißt dieses System RoLa.

Was die Rollende Landstraße ist

Die Rollende Landstraße ist ein Transportsystem der Bahn, kurz RoLa genannt.

Dabei werden komplette Lastwagen und Sattelzüge per Eisenbahn befördert.

Man spricht vom begleiteten kombinierten Verkehr.

Denn anders als sonst reist der Fahrer mit dem Fahrzeug mit.

Freiburg Güterbahnhof; Die rollende Landstraße; Lastwagen fahren auf LAB
Foto: Willy Pragher, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Wie die Lastwagen aufkommen

An den Endpunkten fahren die Lastwagen über eine Rampe auf den Zug.

Über den ganzen Zug hinweg verlaufen durchgehende Fahrspuren.

So rollt ein Lkw nach dem anderen an seinen Platz.

Am Ziel verlassen die Fahrzeuge den Zug auf demselben Weg.

Gut zu wissen

Weil ganze Lastwagen samt Fahrer mitfahren, spricht man vom begleiteten kombinierten Verkehr.

Die besonders kleinen Räder der Wagen sorgen dafür, dass alles unter Brücken passt.

Besondere Niederflurwagen

Für die Rollende Landstraße gibt es eigene Niederflurwagen.

Ihre Räder sind besonders klein, teils nur gut dreißig Zentimeter im Durchmesser.

Dadurch bleibt die Ladefläche sehr niedrig.

Nur so passt der hohe Lastwagen samt Zug unter Brücken und durch Tunnel.

Wo die Fahrer bleiben

Die Fahrerinnen und Fahrer steigen nach dem Verladen in einen Begleitwagen um.

Dieser Wagen ist als Sitz- oder Liegewagen ausgestattet.

Während der Fahrt können sie sich ausruhen oder schlafen.

Am Ziel übernehmen sie ihren Lastwagen wieder.

Warum es das System gibt

Für die Fahrer zählt die Zeit im Begleitwagen als Ruhezeit.

Die Straßen und besonders die Bergpässe werden entlastet.

Über Nacht kommen die Güter ans andere Ende der Strecke.

So verbindet die RoLa die Vorteile von Straße und Schiene.

Typische Strecken

Besonders verbreitet ist die Rollende Landstraße über die Alpen.

Dort sind lange Bergstrecken und enge Täler für viele Lastwagen ein Problem.

Auch durch empfindliche Landschaften bietet sich die Bahn an.

Häufig fahren solche Züge nachts.

Vorteil für Umwelt und Straße

Jeder Lastwagen auf dem Zug ist ein Lastwagen weniger auf der Autobahn.

Das verringert Lärm, Abgase und Staus entlang der Strecke.

Den langen Weg übernimmt die umweltschonendere Bahn.

Gerade in gebirgigen Regionen ist das ein spürbarer Gewinn.

Grenzen des Systems

Die Rollende Landstraße braucht passende Rampen und Spezialwagen.

Sie lohnt sich vor allem auf festen, längeren Strecken.

Für kurze Wege ist der Aufwand meist zu groß.

Deshalb gibt es sie nur auf ausgewählten Verbindungen.

Das Fazit

Der Mythos stimmt: Ganze Lastwagen samt Fahrer fahren tatsächlich auf dem Zug mit.

Die Fahrzeuge stehen auf niedrigen Spezialwagen.

Die Fahrer reisen bequem im Begleitwagen.

So bringt die Rollende Landstraße den Verkehr von der Straße auf die Schiene.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt

Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.

Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.

Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.

Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.

Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.

So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.

Kleine Dinge, große Wirkung

Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.

Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.

Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.

In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.

Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.

So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.

Zwischen Technik und Menschen

Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.

Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.

Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.

Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.

Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.

Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.

Die Bahn als Teil des Alltags

Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.

Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.

Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.

Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.

So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.

Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.

Häufige Fragen

Fährt wirklich der ganze Lastwagen mit?
Ja, bei der Rollenden Landstraße steht der komplette Lkw auf niedrigen Spezialwagen des Zuges.
Und der Fahrer?
Er reist in einem eigenen Begleitwagen mit, der als Sitz- oder Liegewagen ausgestattet ist.
Warum sind die Räder so klein?
Damit die Ladefläche niedrig bleibt und der hohe Lastwagen unter Brücken und durch Tunnel passt.
Wozu das Ganze?
Es entlastet Straßen und Bergpässe, und die Ruhezeit der Fahrer läuft während der Zugfahrt.
Wo gibt es die Rollende Landstraße?
Vor allem auf festen, längeren Strecken, besonders über die Alpen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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