Stimmt es, dass …?
„Zahn um Zahn den Berg hinauf: Zahnradbahnen fahren mit ganz unterschiedlichen Zahnstangen.“
Stimmt es, dass es für Zahnradbahnen verschiedene Zahnstangen-Systeme gibt?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Ja, das stimmt. Für Zahnradbahnen gibt es mehrere Zahnstangen-Systeme wie Riggenbach, Abt, Strub und Locher, die nur teilweise zusammenpassen.
Zahnradbahnen klettern Hänge hinauf, die für normale Züge viel zu steil wären.
Dafür greift ein Zahnrad in eine Zahnstange zwischen den Schienen.
Diese Zahnstange gibt es jedoch in mehreren ganz unterschiedlichen Bauformen.

Die Fakten in Zahlen
4 Systeme
bekannt
Riggenbach, Abt, Strub, Locher
1863
Patent
Riggenbach meldet seine Zahnstange an
bis 480 ‰
Steigung
die Pilatusbahn mit System Locher
Die Angaben folgen der Darstellung zur Zahnradbahn und ihren Systemen.
Was eine Zahnradbahn ausmacht
Eine Zahnradbahn klettert mit Hilfe eines Zahnrads den Berg hinauf.
Zwischen den beiden Schienen liegt dafür eine Zahnstange.
In diese Zahnstange greift das Zahnrad der Lok ein.
So kann die Bahn auch sehr steile Strecken bewältigen.
Ohne diesen Eingriff würden die Räder einfach durchdrehen.

Warum es mehrere Systeme gibt
Für die Zahnstange gibt es nicht nur eine einzige Bauform.
Verschiedene Erfinder entwickelten jeweils eigene Lösungen.
Diese Systeme sind nur teilweise miteinander verträglich.
Die Behauptung über die verschiedenen Systeme stimmt also.
Jedes System hat eigene Stärken und Schwächen.
Gut zu wissen
Die Zahnstange ist im Grunde ein Zahnrad mit unendlich großem Durchmesser, also eine gerade Zahnleiste.
Beim Übergang von der normalen Strecke zur Zahnstange sind besondere Einfahrten nötig.
Das System Riggenbach
Das älteste bekannte System stammt von Niklaus Riggenbach.
Seine Zahnstange sieht aus wie eine Leiter zwischen zwei Profilen.
Er meldete die Bauweise im Jahr 1863 zum Patent an.
Die Leiterzahnstange ist robust und einfach zu fertigen.
Sie gilt als Urform vieler späterer Systeme.
Das System Abt
Roman Abt entwickelte eine andere Lösung.
Bei ihm liegen zwei oder drei schmale Zahnstangen nebeneinander.
Diese sind leicht versetzt angeordnet.
So greift immer ein Zahn sicher ein.
Das System Abt wurde weltweit sehr verbreitet.
Die Systeme Strub und Locher
Emil Strub schuf eine besonders pflegeleichte Zahnschiene.
Sie ähnelt einer kräftigen Schiene mit Zähnen am Kopf.
Eduard Locher wiederum legte die Zähne seitlich an.
Seine Zahnstange ist auf beiden Seiten verzahnt.
Damit sind selbst extreme Steigungen möglich.
Wie steil es werden kann
Mit Zahnstangen lassen sich erstaunliche Steigungen überwinden.
Die Schafbergbahn bewältigt bis zu 255 Promille.
Die Pilatusbahn schafft mit dem System Locher sogar bis zu 480 Promille.
Das ist eine der steilsten Zahnradbahnen überhaupt.
Ohne das passende System wäre das undenkbar.
Warum die Sicherheit zählt
An so steilen Hängen ist Sicherheit besonders wichtig.
Deshalb haben Zahnradbahnen mehrere voneinander unabhängige Bremsen.
Fällt eine Bremse aus, greifen die anderen.
So bleibt die Bahn auch bergab beherrschbar.
Die Technik ist ganz auf den Ernstfall ausgelegt.
Der Übergang zur Zahnstange
Nicht jede Strecke ist durchgehend mit Zahnstange versehen.
Oft fährt die Bahn erst normal und greift dann ins Zahnrad ein.
Für diesen Übergang gibt es eigene Einfahrten in die Zahnstange.
Dort muss das Zahnrad sanft in die Zähne finden.
Auch dafür haben die Systeme unterschiedliche Lösungen.
Das Fazit
Die Behauptung stimmt: Für Zahnradbahnen gibt es mehrere Zahnstangen-Systeme.
Die bekanntesten heißen Riggenbach, Abt, Strub und Locher.
Sie unterscheiden sich in Bauform und Belastbarkeit.
Nur teilweise sind sie miteinander verträglich.
Die Vielfalt der Systeme ist damit eindeutig belegt.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Warum die Vielfalt bis heute bleibt
Viele historische Zahnradbahnen behielten ihr altes System bis heute bei.
Ein nachträglicher Wechsel wäre teuer und technisch aufwendig.
So fahren bis heute mehrere Systeme friedlich nebeneinander.
Für Fahrgäste ist der Unterschied kaum zu spüren, für die Technik aber entscheidend.
