Stimmt es, dass es beim Shinkansen noch nie einen tödlichen Unfall gab?

Stimmt es, dass …?

„Willkommen an Bord des Shinkansen, seit 1964 unterwegs – und das ohne ein einziges tödliches Zugunglück.“

Stimmt es, dass es beim Shinkansen noch nie einen tödlichen Unfall gab?

→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

Seit der Eröffnung im Jahr 1964 kam es beim Shinkansen zu keinem Unglück mit Todesopfern unter den Fahrgästen. Der Mythos stimmt, bezogen auf Entgleisungen und Zusammenstöße im fahrplanmäßigen Betrieb.

Der japanische Shinkansen gilt vielen als der Inbegriff eines schnellen und zugleich sicheren Zuges.

Immer wieder heißt es, seit seiner Eröffnung sei niemand bei einem Unglück ums Leben gekommen.

Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein, hält einer Prüfung aber stand.

JR East Shinkansen lineup at Niigata Depot
Foto: Rsa, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

1964

erste Strecke

zwischen Tokio und Osaka

0

tödliche Zugunglücke

seit der Eröffnung

über 200 km/h

Reisetempo

von Anfang an dafür geplant

Die erste Entgleisung überhaupt ereignete sich 2004 bei einem Erdbeben, ohne dass Reisende zu Schaden kamen.

Ein Ruf, der um die Welt ging

Seit 1964 verbindet der Shinkansen die großen Städte Japans mit hohem Tempo.

Er zählt zu den schnellsten planmäßig verkehrenden Zügen der Welt.

Berühmt ist er aber nicht nur für seine Geschwindigkeit.

Sein Ruf als besonders sicheres Verkehrsmittel reicht weit über Japan hinaus.

Train of Sanyo Shinkansen leaving Shin Kobe Station
Foto: そらみみ, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Kein tödliches Zugunglück seit 1964

Seit der Inbetriebnahme der ersten Strecke ist kein Unglück mit Todesopfern unter den Fahrgästen bekannt.

Das gilt für Entgleisungen und Zusammenstöße im normalen Betrieb.

Über viele Jahrzehnte und Milliarden von Fahrten ist das eine bemerkenswerte Bilanz.

Die japanischen Hochgeschwindigkeitszüge gehören damit zu den sichersten weltweit.

Gut zu wissen

Die gute Bilanz bezieht sich auf schwere Zugunglücke wie Entgleisungen und Zusammenstöße, nicht auf jeden erdenklichen Zwischenfall im Bahnbetrieb.

Der Shinkansen wurde bewusst in Normalspur gebaut, während viele ältere Strecken Japans in der schmaleren Kapspur verlaufen.

Getrennt vom übrigen Verkehr

Der Shinkansen fährt auf eigenen Gleisen, die neu und in Normalspur angelegt wurden.

Sein Netz ist vom langsameren Nah- und Güterverkehr getrennt.

Höhengleiche Bahnübergänge gibt es auf den Strecken nicht.

So sind viele der häufigsten Unfallursachen von vornherein ausgeschlossen.

Strecken hinter Zäunen

Die Trassen sind über weite Abschnitte eingezäunt.

Menschen oder Tiere können so kaum unbemerkt auf die Gleise gelangen.

Das schützt den schnellen Verkehr vor unerwarteten Hindernissen.

Gerade bei hohem Tempo ist dieser Schutz besonders wichtig.

Robuste Technik und gute Wartung

Die Züge und die Strecke werden aufwendig gewartet und überwacht.

Signale und Tempo werden dem Personal direkt im Führerstand angezeigt.

Bei Gefahr können die Züge automatisch abgebremst werden.

Diese Technik trägt einen großen Teil zur guten Sicherheitsbilanz bei.

Die Entgleisung von 2004

Im Oktober 2004 entgleiste zum ersten Mal ein Shinkansen.

Auslöser war ein starkes Erdbeben, kein Fehler im Betrieb.

Trotz der Entgleisung kamen keine Reisenden zu Schaden.

Der Fall zeigt, wie robust das System selbst in einer Ausnahmesituation reagierte.

Sicher heißt nicht sorglos

Auch der Shinkansen steht vor Naturgefahren wie Erdbeben und Taifunen.

Bei drohender Gefahr wird der Betrieb rechtzeitig eingestellt.

Die Bilanz bezieht sich auf schwere Zugunglücke, nicht auf jeden Zwischenfall überhaupt.

Sicherheit entsteht hier aus Vorsicht und ständiger Kontrolle.

Ein Vorbild für andere Länder

Der Erfolg des Shinkansen hat viele Länder zu eigenen Schnellfahrstrecken bewogen.

Das Grundprinzip getrennter, gut gesicherter Strecken hat sich weit verbreitet.

Auch in Europa greifen Hochgeschwindigkeitsnetze ähnliche Ideen auf.

Japans Zug bleibt dabei der Maßstab für Pünktlichkeit und Sicherheit.

Das Fazit

Der Mythos vom Shinkansen ohne tödliches Zugunglück stimmt.

Seit 1964 kam bei Entgleisungen oder Zusammenstößen im Betrieb kein Fahrgast ums Leben.

Möglich macht das ein Zusammenspiel aus getrennten Strecken, robuster Technik und großer Sorgfalt.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Kleine Dinge, große Wirkung

Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.

Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.

Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.

In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.

Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.

So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Häufige Fragen

Gab es wirklich kein tödliches Zugunglück?
Seit 1964 ist beim Shinkansen kein Unglück mit Todesopfern unter den Fahrgästen durch Entgleisung oder Zusammenstoß bekannt.
Was war 2004?
Damals entgleiste bei einem Erdbeben zum ersten Mal ein Shinkansen, ohne dass Reisende verletzt wurden.
Warum ist der Zug so sicher?
Er fährt auf eigenen, eingezäunten Gleisen ohne Bahnübergänge und wird mit robuster Technik überwacht.
Seit wann fährt der Shinkansen?
Die erste Strecke zwischen Tokio und Osaka wurde im Oktober 1964 eröffnet.
Was passiert bei einem Erdbeben?
Bei drohender Gefahr wird der Betrieb rechtzeitig eingestellt und die Züge werden abgebremst.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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