Stimmt es, dass …?
„Willkommen an Bord des Shinkansen, seit 1964 unterwegs – und das ohne ein einziges tödliches Zugunglück.“
Stimmt es, dass es beim Shinkansen noch nie einen tödlichen Unfall gab?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Seit der Eröffnung im Jahr 1964 kam es beim Shinkansen zu keinem Unglück mit Todesopfern unter den Fahrgästen. Der Mythos stimmt, bezogen auf Entgleisungen und Zusammenstöße im fahrplanmäßigen Betrieb.
Der japanische Shinkansen gilt vielen als der Inbegriff eines schnellen und zugleich sicheren Zuges.
Immer wieder heißt es, seit seiner Eröffnung sei niemand bei einem Unglück ums Leben gekommen.
Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein, hält einer Prüfung aber stand.

Die Fakten in Zahlen
1964
erste Strecke
zwischen Tokio und Osaka
0
tödliche Zugunglücke
seit der Eröffnung
über 200 km/h
Reisetempo
von Anfang an dafür geplant
Die erste Entgleisung überhaupt ereignete sich 2004 bei einem Erdbeben, ohne dass Reisende zu Schaden kamen.
Ein Ruf, der um die Welt ging
Seit 1964 verbindet der Shinkansen die großen Städte Japans mit hohem Tempo.
Er zählt zu den schnellsten planmäßig verkehrenden Zügen der Welt.
Berühmt ist er aber nicht nur für seine Geschwindigkeit.
Sein Ruf als besonders sicheres Verkehrsmittel reicht weit über Japan hinaus.

Kein tödliches Zugunglück seit 1964
Seit der Inbetriebnahme der ersten Strecke ist kein Unglück mit Todesopfern unter den Fahrgästen bekannt.
Das gilt für Entgleisungen und Zusammenstöße im normalen Betrieb.
Über viele Jahrzehnte und Milliarden von Fahrten ist das eine bemerkenswerte Bilanz.
Die japanischen Hochgeschwindigkeitszüge gehören damit zu den sichersten weltweit.
Gut zu wissen
Die gute Bilanz bezieht sich auf schwere Zugunglücke wie Entgleisungen und Zusammenstöße, nicht auf jeden erdenklichen Zwischenfall im Bahnbetrieb.
Der Shinkansen wurde bewusst in Normalspur gebaut, während viele ältere Strecken Japans in der schmaleren Kapspur verlaufen.
Getrennt vom übrigen Verkehr
Der Shinkansen fährt auf eigenen Gleisen, die neu und in Normalspur angelegt wurden.
Sein Netz ist vom langsameren Nah- und Güterverkehr getrennt.
Höhengleiche Bahnübergänge gibt es auf den Strecken nicht.
So sind viele der häufigsten Unfallursachen von vornherein ausgeschlossen.
Strecken hinter Zäunen
Die Trassen sind über weite Abschnitte eingezäunt.
Menschen oder Tiere können so kaum unbemerkt auf die Gleise gelangen.
Das schützt den schnellen Verkehr vor unerwarteten Hindernissen.
Gerade bei hohem Tempo ist dieser Schutz besonders wichtig.
Robuste Technik und gute Wartung
Die Züge und die Strecke werden aufwendig gewartet und überwacht.
Signale und Tempo werden dem Personal direkt im Führerstand angezeigt.
Bei Gefahr können die Züge automatisch abgebremst werden.
Diese Technik trägt einen großen Teil zur guten Sicherheitsbilanz bei.
Die Entgleisung von 2004
Im Oktober 2004 entgleiste zum ersten Mal ein Shinkansen.
Auslöser war ein starkes Erdbeben, kein Fehler im Betrieb.
Trotz der Entgleisung kamen keine Reisenden zu Schaden.
Der Fall zeigt, wie robust das System selbst in einer Ausnahmesituation reagierte.
Sicher heißt nicht sorglos
Auch der Shinkansen steht vor Naturgefahren wie Erdbeben und Taifunen.
Bei drohender Gefahr wird der Betrieb rechtzeitig eingestellt.
Die Bilanz bezieht sich auf schwere Zugunglücke, nicht auf jeden Zwischenfall überhaupt.
Sicherheit entsteht hier aus Vorsicht und ständiger Kontrolle.
Ein Vorbild für andere Länder
Der Erfolg des Shinkansen hat viele Länder zu eigenen Schnellfahrstrecken bewogen.
Das Grundprinzip getrennter, gut gesicherter Strecken hat sich weit verbreitet.
Auch in Europa greifen Hochgeschwindigkeitsnetze ähnliche Ideen auf.
Japans Zug bleibt dabei der Maßstab für Pünktlichkeit und Sicherheit.
Das Fazit
Der Mythos vom Shinkansen ohne tödliches Zugunglück stimmt.
Seit 1964 kam bei Entgleisungen oder Zusammenstößen im Betrieb kein Fahrgast ums Leben.
Möglich macht das ein Zusammenspiel aus getrennten Strecken, robuster Technik und großer Sorgfalt.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
