Stimmt es, dass …?
„Ein Land ganz ohne Küste und eine Bahn, die es dennoch ans Meer bringt.“
Stimmt es, dass eine Bahn Simbabwe mit dem Meer verband?
→ Ein Binnenland sucht den Weg zum Meer.
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Kurz gesagt
Die Behauptung stimmt: Eine Eisenbahn verband das heutige Simbabwe mit dem Hafen Beira im Nachbarland Mosambik. So erhielt das küstenlose Land einen Zugang zum Meer.
Simbabwe im südlichen Afrika hat keine eigene Meeresküste.
Für Handel und Ausfuhr war ein Zugang zum Meer dennoch von großer Bedeutung.
Dieser Beitrag prüft, wie eine Eisenbahn dieses Problem löste.

Die Fakten in Zahlen
1892
Baubeginn
erster Abschnitt ab der Küste
1898
Erreicht Mutare
damals Umtali genannt
rund 850 km
Gesamtlänge
Bulawayo bis Beira
Der Hafen Beira liegt im Nachbarland Mosambik am Indischen Ozean.
Ein Land ohne Zugang zum Meer
Das heutige Simbabwe liegt vollständig im Binnenland.
Von allen Seiten ist es von anderen Staaten umgeben.
Für die Ausfuhr von Erzen und Ernten fehlte lange ein eigener Hafen.
Waren mussten deshalb über das Gebiet der Nachbarländer transportiert werden.
Eine leistungsfähige Verbindung zur Küste wurde so zum dringenden Ziel.

Der Hafen von Beira
Als nächster geeigneter Hafen bot sich Beira an.
Diese Stadt liegt im heutigen Mosambik am Indischen Ozean.
Schon im späten 19. Jahrhundert gab es Pläne, sie mit dem Binnenland zu verbinden.
Über Beira sollten Güter das Meer und damit den Weltmarkt erreichen.
Der Hafen wurde so zum Ziel einer langen Eisenbahnstrecke.
Gut zu wissen
Die Strecke entstand in der Kolonialzeit und sollte dem Binnenland den Weg zum Weltmarkt öffnen.
Der Hafen Beira dient bis heute mehreren Binnenländern des südlichen Afrikas als Zugang zum Meer.
Der Bau beginnt
Im Jahr 1892 begannen die Arbeiten am ersten Abschnitt von der Küste aus.
Der Bau fiel in die Zeit der damaligen kolonialen Herrschaft in der Region.
Geldsorgen und Abstimmungen mit den portugiesischen Partnern bremsten das Vorhaben.
Dennoch trieb man die Strecke Stück für Stück ins Landesinnere voran.
Ziel war es, das Binnenland zuverlässig mit dem Hafen zu verknüpfen.
Eine schmale Spur ins Landesinnere
Der erste Abschnitt entstand zunächst in einer sehr schmalen Spurweite.
Diese erleichterte den raschen Bau über weite Strecken.
Am 4. Februar 1898 erreichte die Bahn den Ort Umtali, das heutige Mutare.
Bis dorthin hatte die Strecke rund 357 Kilometer zurückgelegt.
Damit war der Sprung über die Grenze ins Binnenland geschafft.
Umbau und Erweiterung
Noch im selben Jahr entstand eine breitere Strecke von Salisbury, dem heutigen Harare, nach Mutare.
Diese nutzte die im südlichen Afrika verbreitete Kapspur.
Um 1900 wurde auch der schmale Abschnitt zur Küste auf diese Spur umgebaut.
Dadurch konnte durchgehend mit einheitlichen Fahrzeugen gefahren werden.
Die Bahn gewann so deutlich an Leistungsfähigkeit.
Bulawayo als Knotenpunkt
Im Westen des Landes entwickelte sich Bulawayo zu einem wichtigen Bahnknoten.
Von dort wuchs eine Strecke in Richtung Salisbury, die 1899 fertig wurde.
So verbanden sich die Linien zu einem zusammenhängenden Netz.
Bulawayo wurde zu einem der bedeutendsten Bahnhöfe der Region.
Über diesen Knoten war das halbe Land an die Küstenbahn angebunden.
Eine durchgehende Verbindung
Am Ende entstand eine durchgehende Strecke von Bulawayo bis nach Beira.
Sie führte unter anderem über Gweru, Harare und Mutare.
Insgesamt erreichte die Verbindung eine Länge von rund 850 Kilometern.
Damit konnte das Binnenland seine Güter bis ans Meer rollen lassen.
Die Bahn wurde zur wichtigsten Lebensader für den Außenhandel.
Zwei Länder, eine Strecke
Heute verläuft die Verbindung über zwei Staaten.
Den Abschnitt in Mosambik betreibt die dortige Bahngesellschaft.
Den Abschnitt in Simbabwe betreiben die National Railways of Zimbabwe.
Trotz mancher Schwierigkeiten ist die Strecke weiterhin in Betrieb.
Sie verbindet das Binnenland bis heute mit dem Hafen am Indischen Ozean.
Das Fazit
Die Behauptung stimmt: Eine Eisenbahn verband das heutige Simbabwe mit dem Meer.
Über den Hafen Beira in Mosambik erhielt das Binnenland einen Zugang zur Küste.
Die Strecke wurde ab 1892 gebaut und erreichte 1898 das Landesinnere.
Mit rund 850 Kilometern reicht sie von Bulawayo bis an den Indischen Ozean.
Für ein Land ohne eigene Küste war das eine Verbindung von größter Bedeutung.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Eine Lebensader für die Region
Für den Außenhandel des Binnenlandes blieb die Strecke über Jahrzehnte entscheidend.
Über sie rollten Erze, Ernten und Güter aller Art bis an die Küste.
Auch für mehrere Nachbarländer gewann der Weg über Beira an Bedeutung.
Die Verbindung zwischen Binnenland und Meer prägt die Region bis heute.
