Stimmt es, dass …?
„Dieser ICE-Sprinter fährt ohne Halt bis zum Zielbahnhof – bitte beachten Sie die entfallenden Zwischenhalte.“
Stimmt es, dass ein ICE-Sprinter zwischen Großstädten fast ohne Halt fährt?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Stimmt es, dass …?
Kurz gesagt
Ja, der ICE-Sprinter lässt viele Zwischenhalte aus. So verbindet er große Städte besonders schnell.
Ein normaler ICE hält unterwegs an mehreren Bahnhöfen.
Jeder Halt kostet Zeit für das Bremsen, Warten und Anfahren.
Für Eilige gibt es deshalb eine besondere Variante.

Die Fakten in Zahlen
1992
Start
erste ICE-Sprinter eingeführt
wenige Halte
Prinzip
oft nur Start und Ziel
bis 2015
Aufpreis
früher Zuschlag und Reservierungspflicht
Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015 gibt es für den ICE-Sprinter keinen Aufpreis und keine Reservierungspflicht mehr.
Was ein ICE-Sprinter ist
Als ICE-Sprinter bezeichnet die Deutsche Bahn besonders schnelle Fernzüge.
Sie verkehren mit wenigen oder ganz ohne Zwischenhalte zwischen großen Städten.
Am Anfang trugen sie auch den Namen Shuttle-ICE.
Ihr Ziel ist eine möglichst kurze Reisezeit.
Der Name Sprinter steht dabei für dieses zügige Fahren.

Weniger Halte, mehr Tempo
Der Zeitgewinn des Sprinters entsteht vor allem durch die ausgelassenen Halte.
Jeder Zwischenhalt kostet mehrere Minuten für das Bremsen und Anfahren.
Wer diese Halte streicht, kommt schneller ans Ziel.
So schrumpft die Fahrzeit zwischen zwei Städten spürbar.
Für Pendler und Geschäftsreisende ist das ein großer Vorteil.
Gut zu wissen
Der ICE-Sprinter nutzt dieselben Fahrzeuge wie andere ICE, spart die Zeit aber durch das Auslassen von Halten.
Seit Dezember 2015 braucht man für den Sprinter weder einen Aufpreis noch eine Pflichtreservierung.
Verbindungen zwischen Metropolen
Der Sprinter fährt vor allem zwischen den großen Ballungsräumen.
Beliebte Ziele sind Verbindungen zwischen Berlin, Frankfurt, Hamburg und München.
Auf diesen Strecken lohnt sich das schnelle Durchfahren besonders.
Kleinere Bahnhöfe unterwegs werden dabei ausgelassen.
Wer dorthin will, nimmt einen der normalen ICE.
Eine Idee aus dem Jahr 1992
Die ersten ICE-Sprinter wurden schon 1992 eingeführt.
Damit sind sie fast so alt wie der ICE selbst.
Von Anfang an richteten sie sich an eilige Reisende.
Über die Jahre veränderte sich das Angebot immer wieder.
Der Grundgedanke des schnellen Zuges blieb aber bestehen.
Früher mit Aufpreis
Lange war der Sprinter kein gewöhnlicher ICE.
Für seine Nutzung verlangte die Bahn über Jahre einen Aufpreis.
Seit 2002 galt zudem eine Pflicht zur Reservierung.
Der schnelle Zug war damit ein besonderes und teureres Angebot.
Diese Regeln unterschieden ihn deutlich vom normalen ICE.
Die Wende 2015
Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015 fiel der Aufpreis weg.
Auch die Reservierungspflicht wurde damals abgeschafft.
Seitdem lässt sich der Sprinter wie ein normaler ICE nutzen.
Ein passendes Fernticket genügt für die Fahrt.
Der schnelle Zug wurde so für mehr Reisende zugänglich.
Für wen sich der Sprinter lohnt
Der Sprinter richtet sich an alle, die direkt von Stadt zu Stadt wollen.
Wer unterwegs an einem kleinen Bahnhof aussteigen möchte, ist im normalen ICE besser aufgehoben.
Für die durchgehende Fahrt aber ist der Sprinter die schnellste Wahl.
Gerade am frühen Morgen und am Abend sind solche Züge gefragt.
Sie passen gut zum Rhythmus des Berufsverkehrs.
Ein Zug für die Eiligen
Der Sprinter zeigt, wie flexibel der Fernverkehr sein kann.
Mit demselben Fahrzeug lässt sich durch weniger Halte viel Zeit sparen.
So entsteht aus dem ICE ein noch schnelleres Angebot.
Für die großen Städte ist das ein Gewinn.
Die Bahn kann damit sogar dem Flugzeug Konkurrenz machen.
Das Fazit
Es stimmt, dass ein ICE-Sprinter zwischen Großstädten fast ohne Halt fährt.
Er lässt Zwischenhalte aus und verkürzt so die Reisezeit.
Es gibt ihn schon seit 1992.
Seit 2015 fährt er ganz ohne besonderen Aufpreis.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
