Stimmt es, dass …?
„Endstation Zugspitzplatt, bitte für den Gipfel in die Seilbahn umsteigen.“
Stimmt es, dass die Zugspitzbahn zum höchsten Bahnhof Deutschlands fährt?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Die Bayerische Zugspitzbahn endet am Bahnhof Zugspitzplatt auf 2588 Metern Höhe, dem höchstgelegenen Bahnhof Deutschlands. Der Mythos stimmt, auch wenn der eigentliche Gipfel erst mit der Seilbahn erreicht wird.
Die Zugspitze ist der höchste Berg Deutschlands und ein beliebtes Ausflugsziel.
Hinauf führt unter anderem eine Zahnradbahn, die Bayerische Zugspitzbahn.
Oft heißt es, diese Bahn fahre zum höchsten Bahnhof des Landes, was sich leicht überprüfen lässt.

Die Fakten in Zahlen
2588 m
Zugspitzplatt
höchster Bahnhof Deutschlands
1930
Eröffnung
Bau von 1928 bis 1930
4,2 km
Zugspitztunnel
langer Tunnel im oberen Abschnitt
Vom Zugspitzplatt führt eine Seilschwebebahn die letzten Höhenmeter zum Gipfel.
Worum es bei dem Mythos geht
Der Mythos besagt, die Zugspitzbahn fahre zum höchsten Bahnhof Deutschlands.
Damit ist die Endstation der Zahnradbahn hoch am Berg gemeint.
Die Frage ist, ob dort wirklich der höchstgelegene Bahnhof des Landes liegt.
Und ob die Bahn tatsächlich bis ganz nach oben auf den Gipfel fährt.
Beide Punkte lassen sich sauber trennen und prüfen.

Was die Bayerische Zugspitzbahn ist
Die Bayerische Zugspitzbahn ist eine von nur noch vier Zahnradbahnen in Deutschland.
Die anderen drei sind die Wendelsteinbahn, die Drachenfelsbahn und die Stuttgarter Zahnradbahn.
Die meterspurige Strecke beginnt im Garmisch-Partenkirchner Ortsteil Garmisch.
Von dort führt sie über Grainau und den Eibsee den Berg hinauf.
Betrieben wird sie von einer Tochtergesellschaft der Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen.
Gut zu wissen
Das Zugspitzplatt ist ein Hochtal unterhalb des Gipfels und beherbergt ein kleines Gletscherskigebiet.
Die Zugspitzbahn gehört zu den letzten vier Zahnradbahnen, die in Deutschland noch in Betrieb sind.
Wo die Bahn tatsächlich endet
Der Endpunkt der Bahn liegt nicht am Gipfel selbst.
Er wurde rund 350 Meter tiefer am Zugspitzplatt angelegt.
Dieser Bahnhof Zugspitzplatt liegt auf 2588 Metern über dem Meer.
Das ist der höchstgelegene Bahnhof in ganz Deutschland.
Insofern trifft der Kern des Mythos zu.
Warum die Bahn nicht bis zum Gipfel fährt
Der eigentliche Gipfel der Zugspitze liegt noch höher, bei knapp 2962 Metern.
Dorthin führt die Zahnradbahn aber nicht mehr.
Vom Zugspitzplatt bringt stattdessen eine Seilschwebebahn die Fahrgäste zum Gipfel.
Die letzte Etappe nach oben ist also keine Bahn im klassischen Sinn.
Wer vom höchsten Bahnhof spricht, meint deshalb genau das Zugspitzplatt.
Wie die Strecke gebaut wurde
Die Bahn entstand in den Jahren 1928 bis 1930 in drei Abschnitten.
Zuerst ging ein Mittelstück zwischen Grainau und dem Eibsee in Betrieb.
Später folgte der Abschnitt zwischen Garmisch und Grainau.
Den Abschluss bildete der Bau des 4,2 Kilometer langen Zugspitztunnels.
Dieser Tunnel führt durch den Berg hinauf Richtung Zugspitzplatt.
Die Zahnstange als Schlüssel
Für die großen Steigungen reicht die Reibung der Räder allein nicht aus.
Deshalb greift im steilen Teil ein Zahnrad in eine Zahnstange im Gleis.
So kann die Bahn auch sehr steile Abschnitte sicher bewältigen.
Im flacheren Teil fährt sie dagegen wie eine normale Bahn.
Diese Mischung aus Zahnstange und Reibung ist typisch für Bergbahnen.
Die Bahn im Tourismus
Die Zugspitzbahn ist vor allem ein touristisches Verkehrsmittel.
Sie bringt Wanderer, Skifahrer und Ausflügler hinauf in die Höhe.
Am Zugspitzplatt gibt es ein Gletscherskigebiet und Aussichtspunkte.
Von dort lässt sich der Gipfel bequem mit der Seilbahn erreichen.
Viele Gäste kombinieren Bahn und Seilbahn zu einer Rundreise.
Andere Wege auf den Gipfel
Die Zahnradbahn ist nicht der einzige Weg nach oben.
Von deutscher Seite führt zusätzlich eine moderne Seilbahn zum Gipfel.
Von Tiroler Seite steigt die Tiroler Zugspitzbahn hinauf.
Der Berg ist also von mehreren Seiten erschlossen.
Die höchste reine Bahnstation bleibt aber das Zugspitzplatt.
Was man genau sagen sollte
Richtig ist, dass die Zugspitzbahn zum höchsten Bahnhof Deutschlands fährt.
Falsch wäre die Aussage, die Bahn fahre bis auf den Gipfel.
Zwischen Zugspitzplatt und Gipfel liegt die Seilbahn.
Der Mythos stimmt also, wenn man Bahnhof und Gipfel sauber unterscheidet.
Diese Unterscheidung macht aus einer groben Aussage eine korrekte.
Das Fazit
Die Behauptung stimmt.
Die Bayerische Zugspitzbahn endet am Bahnhof Zugspitzplatt auf 2588 Metern.
Das ist der höchstgelegene Bahnhof Deutschlands.
Den Gipfel selbst erreicht man von dort aus mit der Seilbahn.
Mit dieser kleinen Einschränkung ist der Mythos vollständig bestätigt.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
