Stimmt es, dass die Schleifleiste am Stromabnehmer aus Kohle besteht?

Stimmt es, dass …?

„Ganz oben auf dem Zug gleitet ein unscheinbarer Streifen am Draht entlang und holt den Strom herunter.“

Stimmt es, dass die Schleifleiste am Stromabnehmer aus Kohle besteht?

→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

Die Schleifleiste am Stromabnehmer besteht aus Kohlenstoff, also aus Kohle, in seltenen Fällen aus Kupfer. Die Behauptung stimmt.

Elektrische Züge holen ihren Strom aus einem Draht über dem Gleis.

Den Kontakt stellt ganz oben ein schmaler Streifen her, die Schleifleiste.

Diese Folge klärt, aus welchem Material dieser Streifen besteht.

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Foto: Priwo, CC0, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

1 bis 2 m

Breite

der Schleifleiste quer zum Gleis

Kohlenstoff

Werkstoff

selten auch Kupfer

1893

frühes Beispiel

Straßenbahn Stansstad–Stans

Die Angaben stammen aus dem deutschsprachigen Wikipedia-Artikel zum Stromabnehmer.

Worum es in dem Mythos geht

Die Behauptung lautet, dass die Schleifleiste am Stromabnehmer aus Kohle besteht.

Gemeint ist der Streifen ganz oben auf dem Zug, der den Fahrdraht berührt.

Auf den ersten Blick wirkt das erstaunlich, denn Kohle gilt als weiches und sprödes Material.

Der Check schaut sich an, warum ausgerechnet dieser Werkstoff gewählt wird.

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Foto: Steve Morgan, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Was der Stromabnehmer tut

Der Stromabnehmer ist das bewegliche Gestänge auf dem Dach eines elektrischen Triebfahrzeugs.

Er wird von unten gegen den Fahrdraht gedrückt.

Über diesen Kontakt fließt der Fahrstrom in die Lok oder den Triebwagen.

Damit der Strom nicht abreißt, muss der Kontakt bei jeder Geschwindigkeit sicher bestehen bleiben.

Die eigentliche Berührung übernimmt dabei nicht das ganze Gestänge, sondern nur die Schleifleiste.

Gut zu wissen

Der Fahrdraht verläuft im Zickzack, damit sich die Schleifleiste gleichmäßig und nicht nur an einer Stelle abnutzt.

Weil die Kohle weicher ist als der Draht, schleift sich das günstigere Teil ab und nicht die Oberleitung.

Die Schleifleiste im Detail

Im oberen Bereich des Metallbügels ist quer zur Fahrtrichtung die Schleifleiste montiert.

Sie ist etwa ein bis zwei Meter breit.

Durch diese Breite bleibt der Kontakt auch dann erhalten, wenn der Draht seitlich versetzt verläuft.

Der Fahrdraht hängt nämlich bewusst im Zickzack, damit er die Schleifleiste gleichmäßig abnutzt.

So entsteht keine einzelne Kerbe an einer festen Stelle.

Woraus die Schleifleiste besteht

Die Schleifleiste besteht aus Kohlenstoff, also aus Kohle.

In seltenen Fällen wird stattdessen Kupfer verwendet.

Man spricht deshalb auch von einem Kohleschleifstück.

Die Kohle stellt den elektrischen Kontakt her und gleitet zugleich am Draht entlang.

Damit ist der Kern der Behauptung bereits bestätigt.

Warum ausgerechnet Kohle

Kohle gleitet gut und sorgt für einen ruhigen Kontakt am Draht.

Gleichzeitig ist sie weicher als der Kupferfahrdraht darüber.

Das ist Absicht, denn so nutzt sich die Kohle ab und nicht der teure Draht.

Die Schleifleiste wirkt dadurch wie eine Art Schmierung und Schutz für die Oberleitung.

Abnutzen soll sich das billigere und leichter austauschbare Teil.

Ein Verschleißteil mit Absicht

Die Schleifleiste ist ein klassisches Verschleißteil.

Sie wird regelmäßig geprüft und bei Bedarf gewechselt.

Ein Austausch der Schleifleiste ist deutlich einfacher als eine Reparatur des Fahrdrahts.

So bleibt die Oberleitung lange nutzbar, während sich die Kohle nach und nach abschleift.

Hinter dem unscheinbaren Streifen steckt also ein durchdachtes Prinzip.

Seit wann es das gibt

Solche Schleifstücke sind keine neue Erfindung.

Schon die 1893 eröffnete Straßenbahn Stansstad–Stans verwendete sie.

Mit der Umstellung auf von unten gegen den Draht gedrückte Stromabnehmer setzte sich das Prinzip durch.

Seither gehört die Kohleschleifleiste zum Standard bei elektrischen Bahnen.

Was man einschränkend sagen muss

Nicht jede Schleifleiste besteht aus reiner Kohle.

Je nach Einsatz werden auch metallhaltige oder mit Metall getränkte Werkstoffe genutzt.

In seltenen Fällen kommt reines Kupfer zum Einsatz.

Der mit Abstand häufigste Werkstoff bleibt aber der Kohlenstoff.

Die einfache Aussage trifft den Alltag damit sehr gut.

Das Fazit

Die Schleifleiste am Stromabnehmer besteht aus Kohlenstoff und damit aus Kohle, nur selten aus Kupfer.

Sie ist ein bewusst gewähltes Verschleißteil, das den Fahrdraht schont.

Die Behauptung stimmt.

Ein Blick in die Zukunft

Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.

Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.

Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.

Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.

Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.

So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Häufige Fragen

Woraus besteht die Schleifleiste?
Aus Kohlenstoff, also aus Kohle, in seltenen Fällen aus Kupfer.
Warum nimmt man kein hartes Metall?
Die weiche Kohle schont den teuren Fahrdraht und nutzt sich stattdessen selbst ab.
Wie breit ist die Schleifleiste?
Sie ist etwa ein bis zwei Meter breit und sitzt quer zur Fahrtrichtung oben am Bügel.
Muss die Schleifleiste gewechselt werden?
Ja, sie ist ein Verschleißteil und wird regelmäßig geprüft und bei Bedarf getauscht.
Seit wann gibt es Kohleschleifstücke?
Schon die 1893 eröffnete Straßenbahn Stansstad–Stans nutzte solche Schleifstücke.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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