Stimmt es, dass die Jungfraubahn größtenteils durch einen Tunnel fährt?

Stimmt es, dass …?

„Bitte anschnallen für die Fahrt zum Jungfraujoch, die den größten Teil des Weges tief im Fels zurücklegt.“

Stimmt es, dass die Jungfraubahn größtenteils durch einen Tunnel fährt?

→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

Ja, das stimmt. Von den gut neun Kilometern der Jungfraubahn liegen mehr als sieben Kilometer im Tunnel durch Eiger und Mönch.

Die Jungfraubahn ist eine der berühmtesten Bergbahnen der Alpen.

Sie führt hinauf zum Jungfraujoch, der höchsten Bahnstation Europas.

Oft heißt es, die Bahn verbringe fast ihre ganze Fahrt im Tunnel, und das prüfen wir hier.

Jungfrau Railway and Eiger ()
Foto: Andrew Bone, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

9,34 km

Streckenlänge

ab Kleine Scheidegg

> 7 km

im Tunnel

durch Eiger und Mönch

3454 m

Jungfraujoch

höchste Bahnstation Europas

Die Angaben folgen der deutschsprachigen Wikipedia zur Jungfraubahn.

Die Behauptung im Klartext

Die Behauptung lautet, dass die Jungfraubahn den größten Teil ihres Weges im Tunnel zurücklegt.

Von einer Bergbahn erwartet man eigentlich weite Blicke auf Gipfel und Gletscher.

Ein Zug, der vor allem durch dunklen Fels fährt, wäre also überraschend.

Wir sehen nach, ob diese Vorstellung wirklich belegt ist.

C4.19 Bf Kleine Scheidegg, BDeh 4 8 mit Vorstellwagen
Foto: Falk2, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Von der Kleinen Scheidegg zum Joch

Die Bahn beginnt auf der Kleinen Scheidegg, einem Pass zwischen den Bergen.

Von dort führt sie seit dem Jahr 1912 hinauf zum Jungfraujoch.

Ihr Ziel ist eine Station tief im Berg auf 3454 Metern Höhe.

Dieses Joch gilt als die höchstgelegene Bahnstation Europas.

Gut zu wissen

Das Jungfraujoch wird oft „Top of Europe“ genannt, weil dort die höchste Bahnstation des Kontinents liegt.

Dass der Weg dorthin vor allem durch den Fels führt, überrascht viele Gäste bis heute.

Der Weg führt in den Fels

Nach einem kurzen offenen Abschnitt verschwindet die Bahn im Berg.

Sie durchquert dabei das Innere von Eiger und Mönch.

Von den insgesamt 9,34 Kilometern liegen etwas mehr als sieben Kilometer im Tunnel.

Damit verbringt der Zug tatsächlich den größten Teil der Fahrt im Fels.

Warum man überhaupt in den Berg baute

Oberhalb einer bestimmten Höhe sind Schnee, Lawinen und Wetter für eine offene Strecke zu gefährlich.

Im Tunnel ist die Bahn vor diesen Gefahren weitgehend geschützt.

Außerdem lässt sich die große Steigung im Fels sicherer führen.

Der Tunnel war also keine Spielerei, sondern eine Frage der Betriebssicherheit.

Aussicht trotz Tunnel

Damit die Fahrt nicht nur dunkel ist, gibt es unterwegs besondere Halte im Berg.

An Fenstern im Fels öffnet sich der Blick kurz auf Gletscher und Steilwände.

Diese Stationen sind eigens in den Tunnel eingelassen.

So wird aus der langen Fahrt durch den Fels dennoch ein Erlebnis.

Eine Station im ewigen Eis

Am Ziel liegt die Station Jungfraujoch tief im Inneren des Bergs.

Von dort erreichen Besucher Aussichtsplattformen, Gänge im Eis und weite Fernblicke.

Die Luft ist hier oben dünn, denn die Höhe ist beträchtlich.

Trotzdem gelangt man bequem mit der Bahn bis fast ganz nach oben.

Ein Jahrhundertbauwerk

Der Bau der Strecke durch Eiger und Mönch war für seine Zeit eine gewaltige Leistung.

Über Jahre trieben Arbeiter den Tunnel Meter für Meter in den Fels.

Bis heute gilt die Jungfraubahn als Meisterstück des Alpentourismus.

Dass der größte Teil davon unsichtbar im Berg liegt, macht sie nur noch erstaunlicher.

Das Fazit

Die Behauptung ist richtig, denn die Jungfraubahn fährt größtenteils durch einen Tunnel.

Mehr als sieben ihrer gut neun Kilometer liegen im Fels von Eiger und Mönch.

Der Tunnel schützt die Bahn vor Wetter und Lawinen und macht die hohe Lage erst möglich.

Die spektakuläre Aussicht erlebt man vor allem am Ziel und an den Fenstern im Berg.

Zwischen Technik und Menschen

Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.

Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.

Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.

Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.

Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.

Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt

Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.

Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.

Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.

Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.

Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.

So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.

Von der Dampflok bis heute

Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.

Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.

Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.

Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.

Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.

Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.

Häufige Fragen

Wie lang ist die Jungfraubahn?
Die Strecke misst 9,34 Kilometer ab der Kleinen Scheidegg.
Wie viel davon liegt im Tunnel?
Etwas mehr als sieben Kilometer verlaufen im Tunnel durch Eiger und Mönch.
Warum fährt die Bahn im Berg?
Der Tunnel schützt vor Schnee und Lawinen und macht die große Steigung sicher beherrschbar.
Wie hoch liegt die Endstation?
Die Station Jungfraujoch liegt auf 3454 Metern und gilt als höchste Bahnstation Europas.
Sieht man unterwegs überhaupt etwas?
Ja, an eigenen Halten im Fels öffnet sich der Blick kurz auf Gletscher und Steilwände.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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