Stimmt es, dass …?
„Bitte einsteigen in den Salamander: Diese roten Zahnradzüge bringen Sie hinauf auf den Hochschneeberg.“
Stimmt es, dass auf der Schneebergbahn Züge mit dem Namen Salamander fahren?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Das stimmt: Auf der Schneebergbahn in Niederösterreich fahren seit 1999 Garnituren, die Salamander heißen. Daneben sind weiterhin die alten Dampflokomotiven im Einsatz.
Die Schneebergbahn führt als Zahnradbahn auf den Hochschneeberg in Niederösterreich.
Sie ist ein beliebtes Ausflugsziel und bringt jedes Jahr viele Gäste auf den Berg.
Ein hartnäckiger Spitzname ihrer modernen Züge lautet Salamander, und das wirft die Frage nach der Wahrheit auf.

Die Fakten in Zahlen
1897
Eröffnung
der Bahn auf den Schneeberg
1999
Salamander
erster Einsatz der Garnituren
53 min
Fahrzeit
bergwärts mit modernen Zügen
Die Garnituren wurden 1999 feierlich auf den Namen Salamander getauft.
Die kurze Antwort
Ja, die Behauptung stimmt.
Auf der Schneebergbahn fahren seit 1999 Garnituren mit dem Namen Salamander.
Es handelt sich dabei um moderne Zahnradbahn-Fahrzeuge.
Sie lösten einen Teil des Betriebs ab, der zuvor allein von Dampflokomotiven bestritten wurde.
Der Name Salamander ist also kein Mythos, sondern die offizielle Bezeichnung der Zuggeneration.

Die Bahn auf den Hochschneeberg
Die Schneebergbahn ist der schmalspurige Zahnradbahnteil einer größeren Strecke in Niederösterreich.
Sie führt von Puchberg am Schneeberg hinauf auf den Hochschneeberg.
Als Zahnradbahn ist sie ein wichtiger Faktor für den Tourismus im südlichen Niederösterreich.
Jedes Jahr nutzen viele Zehntausend Gäste die Fahrt auf den Berg.
Die eigentliche Bahn auf den Schneeberg wurde bereits 1897 eröffnet.
Gut zu wissen
Mit dem Namen Schneebergbahn vermarktet der Betreiber heute vor allem den Zahnradbahnteil auf den Hochschneeberg.
Für die Zukunft ist eine Umstellung des Betriebs geplant, unter anderem mit Blick auf den Ersatz der Dieselgarnituren.
Was der Salamander ist
Als Salamander werden die seit 1999 eingesetzten Zahnradbahn-Garnituren bezeichnet.
Ihr auffälliges Design wurde schon im Oktober 1998 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Fahrzeuge sollten den Betrieb auf den Berg schneller und bequemer machen.
Der Name und das Erscheinungsbild gaben der neuen Zuggeneration ein unverwechselbares Gesicht.
So wurde der Salamander rasch zum Markenzeichen der Bahn.
Wer die Züge gebaut hat
Als Generalunternehmer für die neuen Garnituren fungierte die Firma Waagner-Biro.
Sie stellte auch die Fahrwerke der Fahrzeuge her.
Die Wagenkästen lieferte eine oberösterreichische Firma, die heute Carvatech heißt.
Die Triebköpfe samt Zahnradantrieb kamen von einem weiteren Zulieferer.
So steckt in jedem Salamander die Arbeit mehrerer spezialisierter Hersteller.
Wie der Salamander angetrieben wird
Der Antrieb der Garnituren erfolgt dieselhydraulisch.
Die Kraft wird dabei ausschließlich auf die beiden Triebzahnräder übertragen.
Über diese Zahnräder greift der Zug in die Zahnstange zwischen den Schienen.
So kann die Bahn auch die steilen Abschnitte sicher bewältigen.
Diese Technik ist typisch für Zahnradbahnen in steilem Gelände.
Die erste Zeit war holprig
Die ersten Garnituren wurden im April 1999 angeliefert.
Im Juli 1999 kamen sie erstmals neben den traditionellen Dampflokomotiven zum Einsatz.
Anfangs gab es wegen technischer Mängel, vor allem bei der Bremse, immer wieder Betriebsstörungen.
Im September 1999 fand schließlich ein Festakt zur Taufe der Salamander-Züge statt.
Zugleich wurde die neue Werkstätte in Puchberg am Schneeberg offiziell in Betrieb genommen.
Dampf und Salamander nebeneinander
Der Salamander hat die alten Dampflokomotiven nicht vollständig verdrängt.
Bis heute sind auf der Schneebergbahn weiterhin Dampfzüge unterwegs.
Eine Fahrt unter Dampf mit historischer Garnitur dauert deutlich länger als mit den modernen Zügen.
Für viele Gäste ist gerade diese Dampffahrt ein besonderes Erlebnis.
So treffen auf einer einzigen Strecke zwei sehr unterschiedliche Fahrzeugwelten aufeinander.
Ein Reservefahrzeug im gleichen Kleid
Neben den eigentlichen Salamander-Garnituren gibt es eine Reserve.
Dafür wurden eine vorhandene Diesellokomotive und zwei ältere Wagen ebenfalls im Salamander-Design lackiert.
So passen auch die Ersatzfahrzeuge optisch zur modernen Zuggeneration.
Fällt eine reguläre Garnitur aus, springt diese Reserve ein.
Das Erscheinungsbild der Bahn bleibt dadurch einheitlich.
Das Fazit
Die Behauptung ist richtig: Auf der Schneebergbahn fahren seit 1999 Garnituren namens Salamander.
Sie sind dieselhydraulische Zahnradfahrzeuge und wurden im September 1999 feierlich getauft.
Daneben bleiben die alten Dampflokomotiven weiterhin im Einsatz.
Der Mythos ist damit bestätigt und erzählt zugleich von einer Bahn zwischen Tradition und Moderne.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
