Ortstermin
„Bitte beachten: Der TGV nach Paris-Est fährt vom Bahnhof Metz-Ville.“
Ortstermin: Metz-Ville
→ Ein Ortstermin in Lothringen.
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Kurz gesagt
Metz-Ville ist ein prachtvoller Bahnhof aus der deutschen Kaiserzeit und das Herz des Metzer Kaiserviertels. Sein neoromanischer Bau mit dem 40 Meter hohen Uhrturm wurde zwischen 1905 und 1908 errichtet.
Wer in Metz mit dem Zug ankommt, steigt in einem der eindrucksvollsten Bahnhöfe Frankreichs aus.
Der Bau stammt aus der Zeit, als die Stadt zum Deutschen Reich gehörte.
Mit seinem mächtigen Turm und den dunklen Steinen wirkt er fast wie eine Burg.

Ein Bahnhof aus der Kaiserzeit
Der Bahnhof von Metz entstand, als die Stadt dem Deutschen Reich angehörte.
Er bildet den Mittelpunkt des sogenannten Kaiserviertels, das die deutsche Verwaltung anlegte.
Mit seiner wuchtigen Gestalt sollte er die Macht des Reiches zeigen.
Noch heute prägt er das Bild dieses Stadtteils.
Für viele Reisende ist er das Erste, was sie von Metz sehen.

Gebaut zwischen 1905 und 1908
Errichtet wurde der Bahnhof zwischen 1905 und 1908.
Am 17. August 1908 wurde er eröffnet.
Entworfen hat ihn der deutsche Architekt Jürgen Kröger im neoromanischen Stil.
Die Front ist rund 350 Meter lang und aus hellgrauem Sandstein aus Niderviller gebaut.
Dieser Stein hebt sich deutlich vom gelben Kalkstein der übrigen Stadt ab.

Gut zu wissen
Metz-Ville wurde zwischen 1905 und 1908 unter deutscher Herrschaft erbaut und am 17. August 1908 eröffnet.
Der neoromanische Bau des Architekten Jürgen Kröger ist rund 350 Meter lang und hat einen etwa 40 Meter hohen Uhrturm.
Heute hat der Bahnhof neun Bahnsteige und zählte 2024 rund 9,5 Millionen Reisende, und der TGV erreicht Paris in etwa 82 Minuten.
Der Turm und das Fundament
Über dem Eingang erhebt sich ein rund 40 Meter hoher Uhrturm.
Der Entwurf des Turms wird dem Kaiser Wilhelm II. selbst zugeschrieben.
Weil der Boden sumpfig war, ruht der Bahnhof auf über 3000 Pfählen.
Diese reichen zehn bis siebzehn Meter tief in den Untergrund.
Dabei kam der damals neue Stahlbeton nach dem Verfahren von Hennebique zum Einsatz.

Ein Bahnhof mit militärischem Zweck
Der Bahnhof sollte nach verbreiteter Darstellung auch militärischen Zwecken dienen.
Er sollte im Kriegsfall das schnelle Verlegen von Truppen ermöglichen.
Über eine eigene Strecke war er mit Berlin verbunden.
So wurde die Eisenbahn zum Werkzeug der großen Mächte.
Heute erinnert daran vor allem die gewaltige Größe der Anlage.

Der Ehrensaal des Kaisers
Zu den Schätzen des Bahnhofs gehört der prunkvolle Ehrensaal.
Hier empfing man einst hohe Gäste des Reiches.
Auch eigene Räume für den Kaiser gehörten zum Gebäude.
Diese dienen heute als Büros der französischen Bahn.
Reich verzierte Fenster und Steinarbeiten zeugen noch vom alten Glanz.

Neun Bahnsteige und der TGV nach Paris
Heute hat der Bahnhof neun Bahnsteige.
Mit dem Hochgeschwindigkeitszug TGV erreicht man Paris in rund 82 Minuten.
Weitere schnelle Züge führen nach Luxemburg und Straßburg.
Regionalzüge verbinden Metz unter anderem mit Nancy und Thionville.
Im Jahr 2024 zählte der Bahnhof rund 9,5 Millionen Reisende.
Auch tägliche Verbindungen nach Luxemburg nutzen diesen Bahnhof.
Damit ist Metz ein wichtiges Tor zwischen Frankreich, Luxemburg und Deutschland.

Ein geschütztes Denkmal
Seit 1975 steht der Bahnhof als historisches Denkmal unter Schutz.
Geschützt sind unter anderem die Fassade, die Abfahrtshalle und der Ehrensaal.
Viele halten ihn für einen der schönsten Bahnhöfe Frankreichs.
Besonders am Abend, wenn er beleuchtet ist, wirkt er eindrucksvoll.
So ist der Bau selbst zu einer Sehenswürdigkeit geworden.

Rund um den Bahnhof
Gleich hinter dem Bahnhof liegt das moderne Centre Pompidou-Metz.
Das Kunstmuseum fällt durch sein ungewöhnliches, geschwungenes Dach auf.
In etwa einer Viertelstunde zu Fuß erreicht man die große Kathedrale Saint-Étienne.
Sie ist berühmt für ihre riesigen, farbigen Glasfenster.
Rundherum laden das Kaiserviertel und die Ufer der Mosel zum Spaziergang ein.

Ankommen in Metz
Ankommen in Metz heißt, aus einem Bahnhof wie aus einer Burg heraus zu treten.
Vor dem Eingang öffnet sich der weite Platz des Kaiserviertels.
Nach wenigen Schritten steht man schon vor dem Centre Pompidou.
Von dort führt der Weg in die Altstadt mit ihrer gewaltigen Kathedrale.
Der Bahnhof Metz-Ville bleibt dabei das steinerne Tor zur Stadt an der Mosel.

Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Metz-Ville gebaut?
Warum sieht der Bahnhof so wuchtig aus?
Wer hat den Bahnhof entworfen?
Wie schnell ist man mit dem Zug in Paris?
Was kann man beim Bahnhof besichtigen?
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