Ortstermin
„Der Glacier Express nach Zermatt steht auf dem Schmalspurgleis bereit, bitte Vorsicht am Bahnsteig in Chur.“
Ortstermin: Chur
→ Ein Ortstermin in Graubünden.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Chur ist die Drehscheibe der Rhätischen Bahn und der wichtigste Knoten in Graubünden. Hier starten mit dem Glacier Express und dem Bernina Express zwei der berühmtesten Panoramazüge der Alpen.
Wer in die Bündner Alpen reist, steigt fast immer in Chur um.
Der Bahnhof verbindet das Netz der großen Schweizer Bahn mit den Schmalspurgleisen der Rhätischen Bahn.
Dieser Ortstermin führt vom belebten Bahnhof in die älteste Stadt der Schweiz.

Ein Bahnhof seit 1858
Der Bahnhof Chur wurde am 30. Juni 1858 eröffnet.
Er machte die Bündner Hauptstadt zu einem festen Punkt im Schweizer Bahnnetz.
Chur liegt im Tal des Alpenrheins auf rund 585 Metern Höhe.
Von hier aus führen die Gleise tief hinein in die Alpen.

Zwei Spurweiten unter einem Dach
In Chur treffen zwei Eisenbahnen mit unterschiedlicher Spurweite aufeinander.
Die Schweizerischen Bundesbahnen bedienen die normalspurigen Gleise aus dem Flachland.
Die Rhätische Bahn fährt auf schmaleren Gleisen in die Bergtäler.
Damit ist Chur der wichtigste Eisenbahnknoten in ganz Graubünden.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Chur wurde 1858 eröffnet und ist der zentrale Knoten der Rhätischen Bahn in Graubünden.
Er hat sechs Bahnsteige, einen Busbahnhof auf dem Dach und ist Startpunkt von Glacier Express und Bernina Express.
Wo Glacier Express und Bernina Express starten
Vom Bahnhof Chur aus starten zwei der bekanntesten Panoramazüge der Welt.
Der Glacier Express führt über zahlreiche Brücken und Tunnel bis nach Zermatt.
Der Bernina Express fährt über das Hochgebirge bis ins italienische Tirano.
Für viele Reisende beginnt die große Alpenfahrt damit genau hier.

Sechs Bahnsteige und ein Busbahnhof auf dem Dach
Der Bahnhof verfügt über sechs Bahnsteige und fünfzehn Gleise.
Eine Besonderheit ist der Busbahnhof des Postautos, der auf dem Dach des Bahnhofs liegt.
Seit 1993 überspannt ihn ein markantes Dach der Architekten Richard Brosi und Robert Obrist.
Zwischen 2000 und 2007 wurde der Bahnhof zudem umfassend umgebaut.

Fast 25.000 Reisende am Tag
Im Jahr 2018 zählte der Bahnhof rund 24.900 Reisende an einem Werktag.
Damit ist er für seine Größe ausgesprochen stark frequentiert.
Von hier aus verteilen sich die Fahrgäste auf Züge, Postautos und Stadtbusse.
So wird Chur zum Tor für ganz Graubünden.

Chur, die älteste Stadt der Schweiz
Chur hat rund 40.000 Einwohner und ist die Hauptstadt des Kantons Graubünden.
Die Stadt gilt als die älteste der Schweiz.
Funde belegen eine Besiedlung bis in die Zeit um 4000 vor Christus.
Über Jahrtausende war Chur ein Umschlagplatz an den Wegen über die Alpen.

Die Altstadt und die Kathedrale
Die gut erhaltene Altstadt lädt mit engen Gassen und alten Häusern zum Bummeln ein.
Über ihr erhebt sich die Kathedrale, die zwischen 1154 und 1270 errichtet wurde.
In ihrem Inneren birgt sie einen kostbaren spätgotischen Hochaltar.
Rund um den Dom reihen sich die ehrwürdigen Gebäude des Bistums.

Tor zu den Alpentälern
Von Chur aus öffnen sich die großen Täler Graubündens.
Zahlreiche Alpenpässe führen von hier nach Italien und ins Engadin.
Die Kirche Sankt Luzi geht in ihren Anfängen bis ins frühe Mittelalter zurück.
Mit der Giger-Bar besitzt die Stadt zudem einen eigenwilligen Ort des Künstlers H. R. Giger.

Ankommen in Chur
Ankommen in Chur heißt, in wenigen Schritten von den Gleisen in eine mittelalterliche Altstadt zu wechseln.
Wer weiter in die Berge will, steigt hier bequem in die Züge der Rhätischen Bahn um.
Das Postauto startet direkt vom Dach des Bahnhofs in die umliegenden Täler.
So ist der Bahnhof zugleich Ankunftsort und Sprungbrett in die Alpen.

Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Rund um den Bahnhof
Rund um den Bahnhof erstreckt sich ein modernes Quartier mit Geschäften und Hotels.
Von hier führt die Bahnhofstrasse schnurstracks in die mittelalterliche Altstadt.
Wer mag, wandert von der Stadt direkt hinauf in die umliegenden Berge.
So verbindet der Bahnhof das Tal des Rheins mit den Höhen Graubündens.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Chur eröffnet?
Welche Panoramazüge starten in Chur?
Was ist das Besondere am Bahnhof?
Wie viele Reisende nutzen den Bahnhof?
Warum ist Chur einen Besuch wert?
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