Ortstermin
„Auf Gleis eins hat Einfahrt der Zug nach Flensburg über die Rendsburger Hochbrücke.“
Der Bahnhof Rendsburg, Tor zur berühmten Hochbrücke über den Kanal
→ Ein Ortstermin in der Mitte Schleswig-Holsteins.
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Kurz gesagt
Rendsburg liegt an der Bahnstrecke Neumünster–Flensburg, die hier über eine berühmte Hochbrücke den Nord-Ostsee-Kanal quert. Um Höhe zu gewinnen, beschreibt die Bahn eine große Schleife durch die Stadt.
Rendsburg liegt in der Mitte Schleswig-Holsteins am Nord-Ostsee-Kanal und am historischen Ochsenweg.
Die Stadt verbindet die beiden Landesteile Schleswig und Holstein, wobei die Altstadt auf einem Werder der Eider liegt.
Wer mit dem Zug anreist, erlebt mit der Hochbrücke und der Schwebefähre gleich zwei technische Wahrzeichen auf einmal.

Eine Stadt am Nord-Ostsee-Kanal
Rendsburg ist eine Mittelstadt und Sitz der Kreisverwaltung des Kreises Rendsburg-Eckernförde.
Sie liegt an einem Knotenpunkt von zwei Autobahnen, drei Bundesstraßen und zwei Eisenbahnstrecken.
Mitten durch das Umland zieht sich der Nord-Ostsee-Kanal, die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt.
Die historische Altstadt entstand auf einem Werder, einer Insel im Grenzfluss Eider.
Lange war Rendsburg die südliche Grenzfeste des dänischen Reiches und eine bedeutende Garnisonstadt.

Der Bahnhof und seine Verbindungen
Der Bahnhof Rendsburg bietet Verbindungen im Nahverkehr in Richtung Hamburg, Flensburg, Husum, Neumünster und Kiel.
Damit ist die Stadt ein wichtiger Haltepunkt im Nord-Süd-Verkehr Schleswig-Holsteins.
Ein Großteil dieses Verkehrs läuft über die Bahnstrecke Neumünster–Flensburg.
Von Rendsburg aus erreichen Reisende die großen Städte des Landes ohne Umweg.
Der Bahnhof liegt dabei am Rand der Altstadt und ist gut mit ihr verbunden.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Rendsburg liegt an der Bahnstrecke Neumünster–Flensburg und bietet Nahverkehr nach Hamburg, Flensburg, Husum, Neumünster und Kiel.
Die Rendsburger Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal wurde zwischen 1911 und 1913 aus Stahl errichtet.
Um Höhe zu gewinnen, legt die Bahn nördlich des Kanals die sogenannte Rendsburger Schleife ein, einen ellipsenförmigen Damm.
Unterhalb der Brücke hängt eine Schwebefähre, die in Deutschland eine große Seltenheit ist.
Rendsburg ist Sitz der Kreisverwaltung des Kreises Rendsburg-Eckernförde und liegt am historischen Ochsenweg.
Die berühmte Hochbrücke
Das größte Wahrzeichen der Stadt ist die Rendsburger Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal.
Sie wurde zwischen 1911 und 1913 als mächtige Stahlkonstruktion errichtet.
Über sie läuft im Zuge der Bahnstrecke Neumünster–Flensburg ein Großteil des schleswig-holsteinischen Nord-Süd-Verkehrs.
Zuvor war der Kanal an dieser Stelle durch zwei eingleisige Drehbrücken überspannt worden.
Wegen der militärischen Bedeutung der Bahnlinie hatte man einst gleich zwei dieser Drehbrücken gebaut.

Die große Rendsburger Schleife
Damit die Bahn die nötige Höhe über dem Kanal erreicht, musste sie viel Platz gewinnen.
Nördlich des Kanals wurde der Bahnkörper vom Bahnhof bis zum Obereiderbecken um viereinhalb Meter höher gelegt.
Dort entstand ein ellipsenförmiger Damm, die sogenannte Rendsburger Schleife.
Südlich des Kanals wurden der Bahnhof Osterrönfeld sowie die Strecken nach Neumünster und Kiel verlegt.
So beschreibt die Bahn einen weiten Bogen durch die Stadt, ehe sie die Brücke erreicht.

Die Schwebefähre unter der Brücke
Unterhalb der Hochbrücke hängt eine Rarität, eine Schwebefähre.
Sie ist an der Konstruktion der Brücke befestigt und gleitet über den Kanal.
Die Fähre dient dem Fußgänger- und Fahrzeugverkehr von einem Ufer zum anderen.
Solche Schwebefähren sind in Deutschland eine große Seltenheit.
Damit vereint das Bauwerk gleich zwei Verkehrswege, die Bahn oben und die Fähre darunter.

Weiter Blick über den Kanal
Von der Hochbrücke aus haben Reisende einen weiten Blick über die Stadt und den Kanal.
Unter ihnen zieht sich die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt durch die Landschaft.
Große Seeschiffe passieren hier auf dem Weg zwischen Nord- und Ostsee.
Für viele Fahrgäste ist die Überfahrt über die Brücke der Höhepunkt der Reise.
Kaum eine andere Bahnfahrt in Norddeutschland bietet ein ähnliches Bild.

Durch die Altstadt
Vom Bahnhof aus ist die historische Altstadt auf dem alten Eiderwerder schnell erreichbar.
Zu ihren Sehenswürdigkeiten zählen die Marienkirche und die Christkirche.
Eine Besonderheit ist die sogenannte blaue Linie auf dem Pflaster der Innenstadt.
Sie führt als blaues Band zu den wichtigsten Punkten der Stadt.
So lässt sich Rendsburg auch ohne Stadtplan bequem zu Fuß erkunden.

Grenzfeste und Garnison
Rendsburg war über Jahrhunderte durch seine Lage an der Grenze geprägt.
Als südliche Grenzfeste des dänischen Reiches hatte die Stadt große strategische Bedeutung.
Später wurde sie zu einer bekannten Garnisonstadt ausgebaut.
Auch der historische Ochsenweg, eine alte Handelsroute, führte durch die Gegend.
Diese Geschichte erklärt, warum die Bahnlinie hier einst als militärisch besonders wichtig galt.

Ankommen in Rendsburg
Wer in Rendsburg aus dem Zug steigt, steht mitten in Schleswig-Holstein zwischen Schleswig und Holstein.
Vom Bahnsteig sind es nur wenige Minuten bis in die Altstadt auf dem Eiderwerder.
Das eigentliche Erlebnis beginnt jedoch, wenn der Zug die große Schleife nimmt und die Hochbrücke erreicht.
Unter der Brücke pendelt die seltene Schwebefähre über den vielbefahrenen Kanal.
So verbindet dieser Ortstermin eine lebendige Mittelstadt mit einem der eindrucksvollsten Bauwerke der deutschen Eisenbahn.

Häufige Fragen
An welcher Strecke liegt der Bahnhof Rendsburg?
Wann wurde die Rendsburger Hochbrücke gebaut?
Was ist die Rendsburger Schleife?
Gibt es wirklich eine Schwebefähre?
Welche Städte erreicht man von Rendsburg aus?
Weiterfahrt
→ Ortstermin Neumünster: Bahnknoten im Herzen von Schleswig-Holstein – Neumünster ist der südliche Knoten, von dem aus die Strecke nach Norden führt.
→ Ortstermin: Kiel Hauptbahnhof – Kiel und Flensburg sind über den Bahnhof Rendsburg im Nahverkehr erreichbar.
