Der Bahnhof Osterburken, wo Frankenbahn und Odenwaldbahn zusammenkommen

Ortstermin

„Nächster Halt Osterburken, Endstation der Linie S1, Übergang zur Frankenbahn nach Würzburg und Stuttgart, bitte aussteigen.“

Der Bahnhof Osterburken, wo Frankenbahn und Odenwaldbahn zusammenkommen

→ Ein Ortstermin im Neckar-Odenwald-Kreis.

Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin

Kurz gesagt

Osterburken ist eine Römerstadt am einstigen Limes und ein alter Eisenbahnknoten. Hier treffen die Frankenbahn und die Badische Odenwaldbahn zusammen, und die Stadt ist Endstation der Linie S1 der S-Bahn Rhein-Neckar.

Osterburken ist eine kleine Stadt im Neckar-Odenwald-Kreis und trägt seit 2022 den Titel Römerstadt.

Ihr Bahnhof ist ein alter Eisenbahnknoten, dessen Bedeutung zuletzt wieder gewachsen ist.

Hier treffen die Frankenbahn und die Badische Odenwaldbahn aufeinander.

Osterburken hbf
Foto: Yasirniazkhan, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ankunft am Bahnhof Osterburken

Der Bahnhof Osterburken ist ein Eisenbahnknoten im Nordosten Baden-Württembergs.

An ihm stoßen die Frankenbahn von Stuttgart nach Würzburg und die Strecke aus Neckarelz aufeinander.

Bedient wird er von Regionalbahnen, Regional-Express-Zügen und der S-Bahn Rhein-Neckar.

Die Stadt gehört zur europäischen Metropolregion Rhein-Neckar.

Der Bahnhof liegt nur rund dreihundert Meter von der Innenstadt entfernt.

Damit ist er ein bequemer Ausgangspunkt für einen Besuch der Römerstadt.

MEZ Osterburken Kirnat Brücke
Foto: Hartmann Linge, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Eisenbahnknoten seit 1866

Die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen eröffneten den Bahnhof im Jahr 1866.

Damals war er der Endpunkt der Teilstrecke von Heilbronn nach Osterburken.

Diese gehörte zur Unteren Jagst- und Neckarbahn, die heute Teil der Frankenbahn ist.

Fast zeitgleich wurde die badische Bahnlinie von Mannheim nach Würzburg eröffnet.

So trafen in Osterburken von Anfang an württembergische und badische Bahnen aufeinander.

Der kleine Ort wurde dadurch früh zu einem wichtigen Umsteigepunkt.

Bahnhof Osterburken 01
Foto: Immanuel Giel, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Osterburken ist ein Eisenbahnknoten, an dem die Frankenbahn Stuttgart–Würzburg und die Strecke nach Neckarelz zusammentreffen.

Auf der Strecke ins Neckartal ist Osterburken Endstation der stündlichen Linie S1 der S-Bahn Rhein-Neckar.

Der Bahnhof wurde 1866 eröffnet und liegt nur rund dreihundert Meter von der Innenstadt entfernt.

Die Frankenbahn nach Würzburg und Stuttgart

Die Frankenbahn verbindet Stuttgart über das Neckar- und Jagsttal mit Würzburg.

Osterburken liegt an dieser Strecke etwa auf halbem Weg.

Nach Süden führen die Gleise über Heilbronn in Richtung Stuttgart.

Nach Norden geht es durch das Taubertal weiter nach Würzburg.

Seit einiger Zeit fahren auf diesen Wegen wieder täglich Regional-Express-Züge im Stundentakt.

So ist die Stadt in beide Richtungen zuverlässig angebunden.

Bahnhof Osterburken 02
Foto: Immanuel Giel, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Endpunkt der S-Bahn Rhein-Neckar

Nach Westen zweigt in Osterburken die Strecke nach Neckarelz ab.

Sie ist ein Teil der Badischen Odenwaldbahn und führt hinunter ins Neckartal.

Auf ihr ist Osterburken die Endstation der Linie S1 der S-Bahn Rhein-Neckar.

Diese wurde zum Fahrplanwechsel im Dezember 2003 eröffnet.

Im Stundentakt bindet sie die Stadt an Mosbach, Heidelberg und Mannheim an.

Von dort reicht das Netz sogar über Kaiserslautern bis ins Saarland.

Brunnen Osterburken 03
Foto: Immanuel Giel, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Bahnhof neben der Kirnau

Der Bahnhof liegt eingebettet zwischen dem Flüsschen Kirnau im Osten und der Bahnhofstraße im Westen.

Im Norden überspannt die Adelsheimer Straße die Gleise mit einer Brücke.

Über viele Jahre steuerte ein altes Relaisstellwerk den Betrieb im südlichen Vorfeld.

Inzwischen hat ein modernes elektronisches Stellwerk diese Aufgabe übernommen.

Für den S-Bahn-Verkehr wurden große Teile der Bahnsteige erneuert.

So verbindet der Bahnhof alte Knotengeschichte mit heutiger Technik.

Kilianskirche Osterburken 03
Foto: Immanuel Giel, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Römerstadt am Limes

Osterburken liegt am einstigen Obergermanisch-Rätischen Limes, der römischen Reichsgrenze.

Um das Jahr 160 nach Christus richteten die Römer hier ein Kastell ein.

Zahlreiche Funde aus dieser Zeit prägen bis heute das Selbstbild der Stadt.

Seit 2022 trägt Osterburken deshalb offiziell die Zusatzbezeichnung Römerstadt.

Nach dem sogenannten Limesfall um 260 siedelten hier die Alemannen weiter.

So reicht die Geschichte des Ortes weit in die Antike zurück.

Kilianskirche Osterburken 05
Foto: Immanuel Giel, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Kirche, Stadtturm und Brunnen

In der Ortsmitte steht die katholische Kilianskirche.

Ihr freistehender historischer Glockenturm stammt noch von einem Vorgängerbau.

Das heutige Kirchengebäude entstand zwischen 1970 und 1974 als vielgestaltiger Betonbau mit Reliefs von Emil Wachter.

Unweit davon bildet der historische Stadtturm mit einem Sockel aus dem fünfzehnten Jahrhundert eine weitere Landmarke.

Sehenswert ist außerdem die achteckige Kilianskapelle aus dem Jahr 1748.

In der Nähe erinnert der Städtlebrunnen von 1601 an die lange Stadtgeschichte.

Schule Osterburken 02
Foto: Immanuel Giel, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Von der Steinzeit bis heute

Die ersten Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit um 4000 vor Christus zurück.

Schriftlich taucht der Ort erstmals im Jahr 822 als Burchaim auf.

Damals lag er im alten Gau Wingarteiba.

Über die Jahrhunderte wuchs aus der Siedlung eine kleine Stadt am Fluss Kirnau.

1956 feierte Osterburken sein sechshundertjähriges Stadtjubiläum.

Bis heute verbindet der Ort römisches Erbe und mittelalterliche Wurzeln.

Roemermuseum Osterburken 02
Foto: Immanuel Giel, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Osterburken

Ankommen in Osterburken heißt, an einem alten Eisenbahnknoten im Odenwald auszusteigen.

Vom Bahnhof sind es nur wenige Schritte in die kleine Innenstadt.

Dort warten die Kilianskirche, der Stadtturm und die Spuren der Römerzeit.

Wer weiterreisen möchte, wählt zwischen der Frankenbahn und der S-Bahn ins Neckartal.

So führt von hier ein Weg nach Würzburg und ein anderer nach Heidelberg.

Osterburken bleibt damit vor allem eines, ein Kreuzungspunkt der Strecken und der Zeiten.

Kriegerdenkmal Osterburken 02
Foto: Immanuel Giel, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen

Welche Bahnstrecken treffen in Osterburken zusammen?
In Osterburken stoßen die Frankenbahn von Stuttgart nach Würzburg und die Bahnstrecke Neckarelz–Osterburken, ein Teil der Badischen Odenwaldbahn, aufeinander.
Welche S-Bahn hält in Osterburken?
Osterburken ist die Endstation der Linie S1 der S-Bahn Rhein-Neckar, die im Stundentakt über Mosbach nach Heidelberg und Mannheim führt.
Seit wann gibt es den Bahnhof Osterburken?
Die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen eröffneten ihn 1866 als Endpunkt der Teilstrecke von Heilbronn, fast zeitgleich kam die badische Linie von Mannheim nach Würzburg hinzu.
Warum heißt Osterburken Römerstadt?
Wegen ihrer Lage am Obergermanisch-Rätischen Limes und der zahlreichen römischen Funde führt die Stadt seit 2022 die offizielle Zusatzbezeichnung Römerstadt.
Was kann man vom Bahnhof aus erreichen?
In wenigen Minuten erreicht man die Innenstadt mit der Kilianskirche, dem Stadtturm und den Spuren des einstigen Römerkastells.

Weiterfahrt

→ Zurück zum Finder

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →