Der Bahnhof Narvik, Endstation der Erzbahn am Fjord

Ortstermin

„Narvik, Endstation der Ofotbahn, Umsteigen zu den Zügen nach Schweden, bitte die warme Kleidung nicht vergessen.“

Der Bahnhof Narvik, Endstation der Erzbahn am Fjord

→ Ein Ortstermin in Nordnorwegen am Ofotfjord.

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Kurz gesagt

Der Bahnhof Narvik wurde 1902 eröffnet und ist die Endstation der Ofotbahn. Über sie rollt seit über hundert Jahren Eisenerz aus dem schwedischen Kiruna zum eisfreien Hafen am Fjord.

Narvik ist eine Stadt mit rund 14.000 Einwohnern im nordnorwegischen Fylke Nordland.

Sie liegt nördlich des Polarkreises an einem tiefen, eisfreien Fjord.

Ihre Bedeutung verdankt die Stadt dem Hafen und der Eisenbahn, die ihn mit Schweden verbindet.

Narvik Station 3
Foto: Harald Groven, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Endstation der Ofotbahn

Der Bahnhof Narvik ist die Endstation der Ofotbahn, der nördlichsten Bahnstrecke Norwegens.

Er wurde im Jahr 1902 eröffnet, als die Linie den Fjord erreichte.

Von hier führen die Gleise über die Grenze weiter ins schwedische Erzgebiet.

Damit liegt Narvik am Ende einer der außergewöhnlichsten Bahnstrecken Europas.

Narvik (2)
Foto: Lars, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Bahn für das Eisenerz

Die Ofotbahn wurde vor allem für den Transport von Eisenerz gebaut.

Aus den Gruben im schwedischen Kiruna rollt das Erz über die Berge bis an den Fjord.

Weil der Hafen von Narvik auch im Winter eisfrei bleibt, kann das Erz hier das ganze Jahr verladen werden.

Lange, schwere Erzzüge gehören deshalb bis heute zum Alltag am Bahnhof.

Narvik (1)
Foto: Lars, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Narvik wurde 1902 eröffnet und ist die Endstation der Ofotbahn.

Über die Strecke rollt Eisenerz aus dem schwedischen Kiruna zum eisfreien Hafen am Fjord.

Personenzüge verbinden Narvik mit Luleå, Boden und Stockholm, dazu fährt der Arctic Train nach Abisko.

Über die Grenze nach Schweden

Zweimal täglich verbinden Personenzüge Narvik mit den schwedischen Städten Luleå, Boden und Stockholm.

Die Fahrt bis in die schwedische Hauptstadt überwindet eine Entfernung von rund 1580 Kilometern.

Zwischen Narvik und dem schwedischen Abisko verkehren zudem eigene Touristenzüge.

Sie tragen den Namen Arctic Train und führen durch eine karge, weite Berglandschaft.

Sildviktind Narvik (autumn)
Foto: Harald Groven, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Eine Stadt, die aus der Bahn entstand

Narvik entstand erst mit dem Bau der Erzbahn um die Wende zum 20. Jahrhundert.

Zuvor gab es an dieser Stelle nur wenige Höfe am Fjord.

Mit der Bahn und dem Hafen wuchs rasch eine ganze Stadt heran.

Der Bahnhof und die Verladeanlagen bildeten von Anfang an ihr Zentrum.

Narvik 1. Bahnhof
Foto: Unknown authorUnknown author, Public domain, via Wikimedia Commons

Umkämpft im Zweiten Weltkrieg

Wegen des Erzhafens war Narvik im Zweiten Weltkrieg strategisch von großer Bedeutung.

1940 kam es hier zu schweren Kämpfen zwischen mehreren Armeen.

Große Teile der Stadt wurden dabei zerstört und mussten später wieder aufgebaut werden.

Ein Kriegsmuseum in der Stadt erinnert heute an diese Zeit.

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Foto: Rob Hodgkins, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Berge, Fjord und Polarlicht

Über der Stadt erhebt sich ein Hausberg, auf den eine Seilbahn hinaufführt.

Von oben öffnet sich ein weiter Blick über Fjord, Inseln und schneebedeckte Gipfel.

Im Sommer geht die Sonne wochenlang nicht unter, im Winter leuchtet oft das Polarlicht.

Die Lage nördlich des Polarkreises prägt das ganze Jahr über das Leben in Narvik.

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Foto: Nemo bis, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Tor zum hohen Norden

Narvik ist ein Ausgangspunkt für Reisen in die arktische Bergwelt.

Wanderer und Skifahrer finden rund um den Fjord weite, unberührte Landschaften.

Mit dem Arctic Train erreicht man bequem die Nationalparks jenseits der Grenze.

So verbindet die Stadt Schiene, Fjord und Gebirge auf engem Raum.

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Foto: Nemo bis, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Erzbahn und Erlebnisstrecke

Die Ofotbahn ist zugleich eine der wichtigsten Güterstrecken und eine der schönsten Bahnreisen Skandinaviens.

Auf engem Raum wechseln sich Tunnel, Brücken und weite Ausblicke über den Fjord ab.

Für viele Reisende ist die Fahrt über die Berge selbst das eigentliche Ziel.

Der Bahnhof Narvik ist dabei der Dreh- und Angelpunkt am norwegischen Ende.

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Foto: Nemo bis, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Narvik

Ankommen in Narvik heißt, am Ende der Erzbahn zwischen Fjord und Bergen auszusteigen.

Auf den Gleisen rangieren die langen Züge mit ihrer schweren Last.

Über der Stadt ragen die Gipfel auf, vor der Stadt glänzt das Wasser des Fjords.

Nur wenige Bahnhöfe Europas liegen so hoch im Norden und so nah am Meer.

Katterat railway station and Katterat mountain, Narvik, Norway
Foto: Harald Groven, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Zwischen Technik und Menschen

Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.

Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.

Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.

Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.

Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.

Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.

Häufige Fragen

Was ist die Ofotbahn?
Die nördlichste Bahnstrecke Norwegens, die Narvik mit dem schwedischen Erzgebiet verbindet; der Bahnhof Narvik ist ihre Endstation.
Warum ist der Hafen von Narvik so wichtig?
Er bleibt auch im Winter eisfrei, sodass das Eisenerz aus Kiruna hier das ganze Jahr über verladen werden kann.
Seit wann gibt es den Bahnhof Narvik?
Er wurde 1902 eröffnet, als die Ofotbahn den Fjord erreichte und die Stadt zu wachsen begann.
Wie kommt man von Narvik nach Schweden?
Zweimal täglich fahren Personenzüge nach Luleå, Boden und Stockholm; dazu verkehrt der Arctic Train nach Abisko.
Was geschah in Narvik im Zweiten Weltkrieg?
Wegen des Erzhafens war die Stadt 1940 schwer umkämpft und wurde teilweise zerstört; ein Kriegsmuseum erinnert daran.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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