Ortstermin
„Narvik, Endstation der Ofotbahn, Umsteigen zu den Zügen nach Schweden, bitte die warme Kleidung nicht vergessen.“
Der Bahnhof Narvik, Endstation der Erzbahn am Fjord
→ Ein Ortstermin in Nordnorwegen am Ofotfjord.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Der Bahnhof Narvik wurde 1902 eröffnet und ist die Endstation der Ofotbahn. Über sie rollt seit über hundert Jahren Eisenerz aus dem schwedischen Kiruna zum eisfreien Hafen am Fjord.
Narvik ist eine Stadt mit rund 14.000 Einwohnern im nordnorwegischen Fylke Nordland.
Sie liegt nördlich des Polarkreises an einem tiefen, eisfreien Fjord.
Ihre Bedeutung verdankt die Stadt dem Hafen und der Eisenbahn, die ihn mit Schweden verbindet.

Endstation der Ofotbahn
Der Bahnhof Narvik ist die Endstation der Ofotbahn, der nördlichsten Bahnstrecke Norwegens.
Er wurde im Jahr 1902 eröffnet, als die Linie den Fjord erreichte.
Von hier führen die Gleise über die Grenze weiter ins schwedische Erzgebiet.
Damit liegt Narvik am Ende einer der außergewöhnlichsten Bahnstrecken Europas.

Die Bahn für das Eisenerz
Die Ofotbahn wurde vor allem für den Transport von Eisenerz gebaut.
Aus den Gruben im schwedischen Kiruna rollt das Erz über die Berge bis an den Fjord.
Weil der Hafen von Narvik auch im Winter eisfrei bleibt, kann das Erz hier das ganze Jahr verladen werden.
Lange, schwere Erzzüge gehören deshalb bis heute zum Alltag am Bahnhof.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Narvik wurde 1902 eröffnet und ist die Endstation der Ofotbahn.
Über die Strecke rollt Eisenerz aus dem schwedischen Kiruna zum eisfreien Hafen am Fjord.
Personenzüge verbinden Narvik mit Luleå, Boden und Stockholm, dazu fährt der Arctic Train nach Abisko.
Über die Grenze nach Schweden
Zweimal täglich verbinden Personenzüge Narvik mit den schwedischen Städten Luleå, Boden und Stockholm.
Die Fahrt bis in die schwedische Hauptstadt überwindet eine Entfernung von rund 1580 Kilometern.
Zwischen Narvik und dem schwedischen Abisko verkehren zudem eigene Touristenzüge.
Sie tragen den Namen Arctic Train und führen durch eine karge, weite Berglandschaft.

Eine Stadt, die aus der Bahn entstand
Narvik entstand erst mit dem Bau der Erzbahn um die Wende zum 20. Jahrhundert.
Zuvor gab es an dieser Stelle nur wenige Höfe am Fjord.
Mit der Bahn und dem Hafen wuchs rasch eine ganze Stadt heran.
Der Bahnhof und die Verladeanlagen bildeten von Anfang an ihr Zentrum.

Umkämpft im Zweiten Weltkrieg
Wegen des Erzhafens war Narvik im Zweiten Weltkrieg strategisch von großer Bedeutung.
1940 kam es hier zu schweren Kämpfen zwischen mehreren Armeen.
Große Teile der Stadt wurden dabei zerstört und mussten später wieder aufgebaut werden.
Ein Kriegsmuseum in der Stadt erinnert heute an diese Zeit.

Berge, Fjord und Polarlicht
Über der Stadt erhebt sich ein Hausberg, auf den eine Seilbahn hinaufführt.
Von oben öffnet sich ein weiter Blick über Fjord, Inseln und schneebedeckte Gipfel.
Im Sommer geht die Sonne wochenlang nicht unter, im Winter leuchtet oft das Polarlicht.
Die Lage nördlich des Polarkreises prägt das ganze Jahr über das Leben in Narvik.

Tor zum hohen Norden
Narvik ist ein Ausgangspunkt für Reisen in die arktische Bergwelt.
Wanderer und Skifahrer finden rund um den Fjord weite, unberührte Landschaften.
Mit dem Arctic Train erreicht man bequem die Nationalparks jenseits der Grenze.
So verbindet die Stadt Schiene, Fjord und Gebirge auf engem Raum.

Erzbahn und Erlebnisstrecke
Die Ofotbahn ist zugleich eine der wichtigsten Güterstrecken und eine der schönsten Bahnreisen Skandinaviens.
Auf engem Raum wechseln sich Tunnel, Brücken und weite Ausblicke über den Fjord ab.
Für viele Reisende ist die Fahrt über die Berge selbst das eigentliche Ziel.
Der Bahnhof Narvik ist dabei der Dreh- und Angelpunkt am norwegischen Ende.

Ankommen in Narvik
Ankommen in Narvik heißt, am Ende der Erzbahn zwischen Fjord und Bergen auszusteigen.
Auf den Gleisen rangieren die langen Züge mit ihrer schweren Last.
Über der Stadt ragen die Gipfel auf, vor der Stadt glänzt das Wasser des Fjords.
Nur wenige Bahnhöfe Europas liegen so hoch im Norden und so nah am Meer.

Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Häufige Fragen
Was ist die Ofotbahn?
Warum ist der Hafen von Narvik so wichtig?
Seit wann gibt es den Bahnhof Narvik?
Wie kommt man von Narvik nach Schweden?
Was geschah in Narvik im Zweiten Weltkrieg?
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