Der Bahnhof Marktredwitz, ein Kreuz zweier Hauptstrecken im Fichtelgebirge

Ortstermin

„Sehr geehrte Fahrgäste, Sie erreichen Marktredwitz, Kreuzungsbahnhof im Fichtelgebirge, Anschluss in Richtung Hof, Cheb und Nürnberg.“

Der Bahnhof Marktredwitz, ein Kreuz zweier Hauptstrecken im Fichtelgebirge

→ Ein Ortstermin im Fichtelgebirge im Nordosten Bayerns.

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Kurz gesagt

Der Bahnhof Marktredwitz wurde 1878 eröffnet und ist der einzige Bahnhof der Stadt. Hier kreuzen sich die Strecken Nürnberg–Cheb und Weiden–Oberkotzau, weshalb er ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt in Nordbayern ist.

Marktredwitz ist eine Stadt im Fichtelgebirge, deren Bahnhof einmal ganz Europa verband.

Hier kreuzen sich zwei Hauptstrecken, und lange fuhren die Fernzüge nach Prag und Stockholm über diesen Ort.

Der Bahnhof wurde 1878 eröffnet.

Bahnhofsplatz Marktredwitz
Foto: Singsangsung, Public domain, via Wikimedia Commons

Der einzige Bahnhof der Kreisstadt

Der Bahnhof Marktredwitz ist der einzige Bahnhof der Großen Kreisstadt im Regierungsbezirk Oberfranken.

Hier kreuzen sich die beiden Hauptstrecken Nürnberg–Cheb und Weiden–Oberkotzau.

Damit ist er ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt in Nordbayern.

Er liegt im nordwestlichen Stadtgebiet, nur etwa fünf Gehminuten von der Innenstadt entfernt.

Bahnhofsgebäude Marktredwitz
Foto: Singsangsung, Public domain, via Wikimedia Commons

Eröffnet 1878

Am 15. Mai 1878 wurde der Bahnhof von den Königlich Bayerischen Verkehrsanstalten eröffnet.

Er entstand zusammen mit der Bahnstrecke Schnabelwaid–Holenbrunn.

Zunächst war er ein Durchgangsbahnhof an dieser einen Strecke.

Erst weitere Strecken machten aus ihm einen Kreuzungsbahnhof.

Blick auf Auenpark Marktredwitz (Schilflabyrinth und Auensee)
Foto: PeterBraun74, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Marktredwitz wurde am 15. Mai 1878 mit der Bahnstrecke Schnabelwaid–Holenbrunn eröffnet und ab 1879 und 1882 durch weitere Strecken zum Kreuzungsbahnhof.

Vor dem Zweiten Weltkrieg kreuzten sich hier die Fernlinien Rom–Stockholm und Paris–Prag; bis 2006 hielt der InterCity Nürnberg–Hof–Dresden, heute der Franken-Sachsen-Express.

Der Bahnhof ist der einzige der Stadt und liegt etwa fünf Gehminuten von der Innenstadt entfernt.

Wie der Kreuzungsbahnhof entstand

Am 20. November 1879 kam der Abzweig nach Schirnding hinzu, der später bis Cheb verlängert wurde.

Am 1. Juni 1882 folgte die Verbindung nach Wiesau.

Beide Strecken gehören heute zu den Linien Nürnberg–Cheb und Weiden–Oberkotzau.

So wuchs der Durchgangsbahnhof zum Kreuzungsbahnhof heran.

Blick auf Auenpark Marktredwitz (Wasserspielplatz und Energiespielplatz)
Foto: PeterBraun74, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Knoten für ganz Europa

Vor dem Zweiten Weltkrieg war Marktredwitz ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt für ganz Europa.

Hier kreuzten sich die Linien Rom–München–Berlin–Stockholm und Paris–Nürnberg–Prag.

Täglich verließen über hundert Züge den Bahnhof in die vier Himmelsrichtungen.

Für eine kleine Stadt im Fichtelgebirge war das eine erstaunliche Bedeutung.

Der Bahnhof lag mitten auf den großen Reisewegen des Kontinents.

Blick auf Auenpark Marktredwitz (Wasserspielplatz)
Foto: PeterBraun74, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Von der Grenze zum Franken-Sachsen-Express

Auch nach der Grenzöffnung spielte der Bahnhof eine wichtige Rolle.

Für viele Reisende aus dem Osten war Marktredwitz ein erster Halt hinter der Grenze.

Bis 2006 hielt hier der InterCity von Nürnberg über Hof nach Dresden.

Seither übernimmt der Franken-Sachsen-Express diese Verbindung im Regionalverkehr.

Blick auf Auenpark Marktredwitz (Auensee und Seebühne)
Foto: PeterBraun74, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Bahnhof und die Stadt

Vom zentralen Omnibusbahnhof am Bahnhofplatz fahren die Linienbusse ins Umland.

Direkt am Bahnhof stehen ein Hotel und ein Ärztehaus.

Auch der Hauptsitz eines bekannten Herstellers technischer Federn liegt gleich nebenan.

So ist der Bahnhof bis heute ein belebter Ort in der Stadt.

Marktredwitz wappen
Foto: Straktur, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Eine Stadt im Fichtelgebirge

Marktredwitz ist eine Große Kreisstadt im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge.

Sie liegt am Rand der Selb-Wunsiedler-Hochfläche im Tal der Kössein.

Gemeinsam mit der Kreisstadt Wunsiedel bildet sie ein Oberzentrum.

Unmittelbar angrenzend beginnt der Landkreis Tirschenreuth, der schon zur Oberpfalz gehört.

Marktredwitz glasschleif
Foto: Straktur, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

An der Bayerischen Porzellanstraße

Marktredwitz liegt an der Bayerischen Porzellanstraße.

Sie erinnert an die lange Tradition der Porzellanherstellung in der Region.

In der Stadt laden ein alter Marktplatz und das Rathaus zum Bummeln ein.

Rundherum locken die Höhen des Fichtelgebirges zum Wandern.

Marktredwitz, Lindenstraße 5, 001
Foto: Tilman2007, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Marktredwitz

Wer in Marktredwitz ankommt, steht an einem Bahnhof, der einmal große Fernzüge sah.

Vom Bahnhofplatz sind es nur wenige Minuten in die Innenstadt.

Dort warten der Marktplatz und das Rathaus mitten im Fichtelgebirge.

So verbindet ein Besuch die Geschichte eines großen Knotens mit einer ruhigen Stadt.

Marktredwitz, Rathaus, 007
Foto: Tilman2007, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Die Bahn als Teil des Alltags

Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.

Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.

Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.

Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.

So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.

Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.

Häufige Fragen

Wann wurde der Bahnhof Marktredwitz eröffnet?
Am 15. Mai 1878, mit der Bahnstrecke Schnabelwaid–Holenbrunn. Er ist bis heute der einzige Bahnhof der Stadt.
Welche Strecken kreuzen sich in Marktredwitz?
Die Hauptstrecken Nürnberg–Cheb und Weiden–Oberkotzau. Dadurch ist Marktredwitz ein wichtiger Knoten in Nordbayern.
Warum war der Bahnhof so bedeutend?
Vor dem Zweiten Weltkrieg kreuzten sich hier die Fernlinien Rom–München–Berlin–Stockholm und Paris–Nürnberg–Prag. Täglich fuhren über hundert Züge in vier Richtungen.
Welche Züge halten heute?
Bis 2006 hielt der InterCity von Nürnberg über Hof nach Dresden, heute der Franken-Sachsen-Express im Regionalverkehr.
Was kann man in Marktredwitz sehen?
Den Marktplatz und das Rathaus in der Innenstadt sowie die Bayerische Porzellanstraße. Rundherum lädt das Fichtelgebirge zum Wandern ein.

Weiterfahrt

→ Ortstermin: Bahnhof Bayreuth – die Festspielstadt im Westen

→ Ortstermin: Der Bahnhof Bayreuth – die Porzellanstadt direkt an der Grenze

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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