Ortstermin
„Nächster Halt Lauffen am Neckar, bitte zur Hölderlinstadt am Fluss aussteigen.“
Der Bahnhof Lauffen am Neckar, wo Hölderlins Heimatstadt am Fluss liegt
→ Ein Ortstermin am Neckar im Landkreis Heilbronn.
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Kurz gesagt
Lauffen am Neckar ist die Geburtsstadt des Dichters Friedrich Hölderlin und eine große Weinbaugemeinde. Der Bahnhof an der Frankenbahn war einst Ausgangspunkt der Zabergäubahn.
Lauffen am Neckar ist eine Stadt im Landkreis Heilbronn, malerisch zu beiden Seiten des Flusses gelegen.
Bekannt ist sie als Geburtsstadt des Dichters Friedrich Hölderlin und führt seit 2022 den Beinamen Hölderlinstadt.
Der Bahnhof an der Frankenbahn brachte die Weinstadt schon 1848 an das entstehende Schienennetz.

Ein Halt an der Frankenbahn
Der Bahnhof Lauffen am Neckar liegt an der Bahnstrecke von Bietigheim-Bissingen nach Osterburken, einem Teil der Frankenbahn.
Ungefähr im Halbstundentakt fahren Regionalbahnen nach Stuttgart und Tübingen sowie nach Heilbronn und Osterburken.
In Tagesrandlage halten außerdem die Regional-Express-Züge der Linie Stuttgart–Würzburg.
Der Bahnhof ist bis heute der einzige der Stadt.
So ist Lauffen entlang des Neckars in beide Richtungen gut angebunden.

Die Nordbahn kommt 1848
Lauffen erhielt am 25. Juli 1848 durch die Nordbahn von Bietigheim nach Heilbronn Anschluss an das württembergische Netz.
Der Bahnhof war eine sogenannte Haltstation erster Klasse.
Er erhielt nach den damaligen Normalien ein massives Empfangsgebäude mit einem Satteldach.
Das Gebäude verfügte über zwei Vollgeschosse und wurde bis 1890 um einen eingeschossigen Anbau erweitert.
Das Stellwerk befand sich unmittelbar am Empfangsgebäude.

Gut zu wissen
Lauffen am Neckar liegt an der Frankenbahn und wird etwa im Halbstundentakt von Regionalbahnen nach Stuttgart und Heilbronn bedient.
Der Bahnhof erhielt 1848 mit der Nordbahn seinen Anschluss und ist bis heute der einzige der Stadt.
Von 1896 bis 1995 war er Ausgangspunkt der schmalspurigen Zabergäubahn nach Leonbronn.
Lauffen ist die Geburtsstadt Friedrich Hölderlins und trägt seit 2022 den Beinamen Hölderlinstadt.
Zweigleisig ab 1894
Am 15. September 1894 wurde der zweigleisige Betrieb im Abschnitt Bietigheim–Lauffen–Nordheim aufgenommen.
Damit konnte die Strecke mehr Verkehr aufnehmen und wurde zugleich zuverlässiger.
Lauffen lag nun an einer der wichtigen Hauptstrecken des Landes.
Der Bahnhof wuchs mit den Aufgaben und dem steigenden Verkehr.
Die Lage am Neckar machte die Stadt zu einem festen Halt zwischen Stuttgart und Heilbronn.

Die schmalspurige Zabergäubahn
Ab dem 28. August 1896 war der Lauffener Bahnhof Ausgangspunkt der schmalspurigen Zabergäubahn.
Sie hatte eine Spurweite von 750 Millimetern und führte zunächst nach Güglingen.
1901 verlängerten die württembergischen Staats-Eisenbahnen die Strecke bis nach Leonbronn.
Der Betriebsmittelpunkt der Bahn lag in Güglingen, in Lauffen gab es nur Umladeeinrichtungen und eine einfache Lokbehandlung.
Der Personenverkehr auf der Zabergäubahn endete 1986, im Jahr 1995 fuhr auch der letzte Zug.

Pläne für eine Stadtbahn
Der Landkreis Heilbronn verfolgt seit den 1990er Jahren die Reaktivierung der Zabergäubahn.
Sie soll als Stadtbahnstrecke wieder an das Netz der Stadtbahn Heilbronn angebunden werden.
Damit könnte das Zabergäu erneut eine durchgehende Schienenverbindung erhalten.
Für Lauffen wäre das die Rückkehr eines alten Verkehrswegs.
So bleibt die stillgelegte Strecke bis heute ein wichtiges Thema für die Region.

Eine Burg als Rathaus
Das Lauffener Rathaus ist eine ehemalige Burg der Grafen von Lauffen.
Sie wurde im 11. Jahrhundert erbaut, im Dreißigjährigen Krieg zerstört und nach 1648 neu errichtet.
Der romanische Bergfried blieb dabei erhalten und prägt bis heute das Bild.
Seit 1817 dient die Anlage der Stadt als Rathaus.
Der historische Stadtkern steht seit 1984 als Gesamtanlage unter Denkmalschutz.

Auf den Spuren Hölderlins
Friedrich Hölderlin wurde 1770 in Lauffen geboren, weshalb die Stadt den Beinamen Hölderlinstadt trägt.
Im Jahr 2020 wurde im Hölderlinhaus ein eigenes Museum zu seinem Leben und Werk eröffnet.
Im Burgmuseum im Rathaus wird zudem die Geschichte der alten Grafenburg dokumentiert.
Am anderen Neckarufer steht die Regiswindiskirche, eine der bekanntesten Kirchen der Stadt.
Zwei Linden auf beiden Seiten des Flusses erinnern an die Vereinigung der einst getrennten Ortsteile.

Wein am Neckar
Lauffen gilt als zweitgrößte Weinbaugemeinde Württembergs.
Rund um die Stadt ziehen sich die Rebhänge die Ufer des Neckars hinauf.
Der Weinbau prägt die Landschaft und das Leben der Menschen seit vielen Jahrhunderten.
Fluss, Reben und die alte Burg ergeben zusammen ein einprägsames Bild.
Zur Zeit der Weinlese wird der Wein für einige Wochen zum Mittelpunkt des Jahres.

Ankommen in Lauffen am Neckar
Ankommen in Lauffen am Neckar heißt, in einer Weinstadt auszusteigen, die sich zu beiden Seiten des Flusses erstreckt.
Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten bis zur alten Burg und zum Neckar.
Wer den Spuren Hölderlins folgt, findet im Hölderlinhaus die Geschichte des Dichters.
Ein Weg über die Brücke führt hinüber zur Regiswindiskirche am anderen Ufer.
So verbindet der Ausflug den Fluss, den Wein und die Dichtung zu einem ruhigen Tag.

Häufige Fragen
An welcher Strecke liegt Lauffen am Neckar?
Seit wann hat Lauffen einen Bahnhof?
Was war die Zabergäubahn?
Warum heißt Lauffen Hölderlinstadt?
Wofür ist Lauffen sonst bekannt?
Weiterfahrt
→ Ortstermin: Heilbronn Hauptbahnhof – Heilbronn ist das große Oberzentrum flussabwärts an der Frankenbahn.
→ Ortstermin: Der Bahnhof Heilbronn – Besigheim mit seiner Fachwerk-Altstadt liegt nur wenige Minuten neckaraufwärts.
