Ortstermin
„Hinter Emmerich beginnen die Niederlande, und bis dorthin rollt auf diesen Gleisen ein erstaunlicher Strom von Güterzügen.“
Der Bahnhof Emmerich, letzte Station vor den Niederlanden
→ Ein Ortstermin an der Grenze am Niederrhein.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Emmerich am Rhein ist die letzte deutsche Station an der Strecke vom Ruhrgebiet nach Arnheim. Über seine Gleise rollen viele Güterzüge aus den Nordseehäfen, und ein drittes Gleis soll die Strecke fit für noch mehr Verkehr machen.
Wer am Niederrhein Richtung Westen fährt, erreicht in Emmerich die letzte deutsche Stadt, bevor die Gleise in die Niederlande hinüberführen.
Der Bahnhof liegt nur wenige Kilometer von der Grenze entfernt und ist für viele Reisende der Punkt, an dem das Ruhrgebiet endgültig hinter ihnen liegt.
Zugleich ist die Strecke durch Emmerich eine der wichtigsten Verbindungen zwischen den großen Nordseehäfen und dem Industrieland an Rhein und Ruhr.

Die letzte Station vor der Grenze
Emmerich liegt ganz im Westen Deutschlands, dort, wo der Rhein das Land in Richtung Niederlande verlässt.
Der Bahnhof ist die letzte deutsche Station an der Strecke, die von Oberhausen über Wesel nach Arnheim führt.
Hinter der Stadt überqueren die Gleise die Grenze, und schon bald danach beginnt das niederländische Netz.
Für Reisende ist Emmerich damit eine Art Schwelle zwischen zwei Eisenbahnwelten.

Regionalzüge über die Grenze
Im Nahverkehr verbindet eine Regionalexpress-Linie Düsseldorf über Emmerich direkt mit Arnheim.
So können Pendler und Ausflügler ohne Umsteigen in die Niederlande fahren.
Die schnellen Fernzüge zwischen Amsterdam und dem Rheinland rollen dagegen meist ohne Halt durch die Stadt.
Für die Region ist die grenzüberschreitende Verbindung dennoch ein großer Gewinn.

Gut zu wissen
Emmerich ist die letzte deutsche Station an der Strecke Oberhausen–Arnheim. Eine Regionalexpress-Linie verbindet Düsseldorf über Emmerich direkt mit Arnheim in den Niederlanden.
Die Strecke ist eine Hauptader für Güterzüge aus den Nordseehäfen und wird mit einem dritten Gleis ausgebaut. Die Rheinbrücke bei Emmerich gilt als längste Hängebrücke Deutschlands, trägt aber eine Straße.
Ein Strom von Güterzügen
Vor allem aber ist die Strecke durch Emmerich eine Hauptader des Güterverkehrs.
Aus den großen Seehäfen an der Nordsee kommen hier Container und andere Waren ins Land.
In den Niederlanden führt dafür eigens eine Güterstrecke bis dicht an die Grenze heran.
Auf deutscher Seite teilen sich Güterzüge und Personenzüge bisher weitgehend dieselben Gleise.

Das dritte Gleis
Damit mehr Züge fahren können, wird die Strecke zwischen Emmerich und Oberhausen seit Jahren ausgebaut.
Ein zusätzliches drittes Gleis soll die Engpässe auf dem Weg ins Ruhrgebiet beseitigen.
Dazu gehören auch neue Brücken, Lärmschutzwände und der Ersatz zahlreicher Bahnübergänge.
Für die Anwohner bedeutet das lange Bauzeiten, am Ende aber auch einen besseren Schutz vor Lärm.

Die Stadt am Rhein
Emmerich selbst ist eine Stadt, die eng mit dem Rhein verbunden ist.
Eine lange Uferpromenade lädt zum Spazieren und zum Beobachten der Schiffe ein.
Auf dem Fluss ziehen Tag und Nacht Frachtschiffe vorbei, die ebenfalls zwischen den Seehäfen und dem Hinterland pendeln.
Schiene und Wasser bilden hier ein gemeinsames Band des Handels.

Die große Brücke
Weithin sichtbar überspannt eine große Hängebrücke den Rhein bei Emmerich.
Sie gilt als die längste Hängebrücke Deutschlands und ist längst ein Wahrzeichen der Stadt.
Über sie führt allerdings keine Bahn, sondern eine Straße.
Vom Zug aus bildet sie dennoch eine eindrucksvolle Kulisse über dem breiten Strom.

Grenze im Wandel
Früher bedeutete die Grenze bei Emmerich Kontrollen, Formulare und lange Wartezeiten.
Heute überqueren die meisten Züge sie ohne jeden Aufenthalt.
Technisch bleibt der Übergang aber anspruchsvoll, weil sich Strom- und Sicherungssysteme der beiden Länder unterscheiden.
Züge, die über die Grenze fahren, müssen deshalb für beide Netze gerüstet sein.

Ein Ort zwischen zwei Ländern
Wer in Emmerich auf dem Bahnsteig steht, spürt deutlich die Nähe des Nachbarlandes.
Ortsnamen, Sprache und Landschaft gehen am Niederrhein fließend ineinander über.
Der Bahnhof ist damit mehr als eine Station, er ist ein Tor zwischen zwei Ländern.
Und er erinnert daran, wie sehr Europa auf der Schiene zusammengewachsen ist.


Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Häufige Fragen
Welche Bedeutung hat der Bahnhof Emmerich?
Kann man von Emmerich direkt in die Niederlande fahren?
Warum fahren hier so viele Güterzüge?
Was ist das dritte Gleis?
Fährt über die große Rheinbrücke ein Zug?
Weiterfahrt
→ Ortstermin: Der Bahnhof Kleve am Niederrhein, Endstation nahe der Grenze – Endstation am Niederrhein
→ Ortstermin: Der Bahnhof Wesel – weiter Richtung Ruhrgebiet
