Ortstermin
„Vorsicht an den Gleisen in Brescia, der Regionalzug nach Mailand fährt ab, bitte achten Sie auf die Durchsagen.“
Der Bahnhof Brescia, Tor zur römischen Brixia
→ Ein Ortstermin in der Lombardei.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Der Bahnhof Brescia liegt seit 1854 an der wichtigen Linie von Mailand nach Venedig. Von hier ist es nur ein kurzer Weg zur römischen Brixia und ihren Tempeln.
Brescia liegt in der Lombardei am Fuß der Alpen, zwischen dem Gardasee und dem Iseosee.
Die Stadt birgt die besterhaltenen römischen Bauten Norditaliens.
Ein Ortstermin beginnt am Bahnhof an der Linie Mailand–Venedig und führt hinein in zweitausend Jahre Geschichte.

Ein Bahnhof von 1854
Der Bahnhof Brescia wurde am 24. April 1854 eröffnet.
An diesem Tag ging der Abschnitt zwischen Verona und Bergamo in Betrieb.
Er gehörte zur großen Linie, die Mailand mit Venedig verband.
Das neoklassizistische Empfangsgebäude entwarf der Architekt Giovanni Bottura.
Mit seinen hellen Fassaden empfängt es die Reisenden bis heute.
So wurde Brescia früh zu einem festen Halt auf der Fahrt durch die Poebene.

Ein Knoten vieler Linien
Rasch wurde Brescia zu einem Knotenpunkt vieler Strecken.
Am 15. Dezember 1866 kam die Linie nach Cremona hinzu.
Im Jahr 1885 folgte die Strecke in Richtung des Iseosees und weiter nach Edolo.
Seit dem 1. August 1893 besteht auch eine Verbindung nach Parma.
So laufen in Brescia Linien aus mehreren Richtungen zusammen.
Der Bahnhof verbindet die Stadt mit dem Umland und den großen Städten der Region.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Brescia wurde am 24. April 1854 an der Linie von Mailand nach Venedig eröffnet.
Er wird von der Rete Ferroviaria Italiana verwaltet und von mehreren Gesellschaften bedient.
Am Bahnhof besteht Anschluss an die automatische Metro von Brescia.
Schnellzüge und Nahverkehr
Den Fernverkehr prägt vor allem die Linie von Mailand nach Venedig.
Seit dem 11. Dezember 2016 ist der schnelle Abschnitt zwischen Mailand und Verona in Betrieb.
Auf den Gleisen halten Züge von Trenitalia, Trenord und dem privaten Anbieter Italo.
Verwaltet wird der Bahnhof von der Rete Ferroviaria Italiana.
Diese gehört wie viele Bahnbetriebe zur staatlichen Ferrovie dello Stato.
So treffen in Brescia schnelle Fernzüge und ruhige Regionalbahnen aufeinander.

Viele Reisende, viele Gleise
Der Bahnhof Brescia zählt zu den belebten Stationen Norditaliens.
Täglich nutzen ihn rund 60.000 Reisende.
Im Lauf eines Jahres sind es etwa 20 Millionen Menschen.
Hinter dem Gebäude liegen zahlreiche Gleise, darunter mehrere Kopfgleise am westlichen Ende.
Unter dem Bahnhof hält zudem die automatische Metro der Stadt.
So lassen sich Zug und Stadtbahn an einem Ort bequem verbinden.

Vom Bahnhof in die Altstadt
Vom Bahnhof aus ist die Altstadt von Brescia schnell erreicht.
Mit der Metro oder zu Fuß gelangt man in wenigen Minuten ins Zentrum.
Schon bald öffnen sich die weiten Plätze und die alten Gassen.
Über den Dächern erhebt sich die Burg auf ihrem bewaldeten Hügel.
So wird der Bahnsteig zum Ausgangspunkt für eine Reise in die Antike.
Der Weg vom Zug zu den römischen Tempeln ist angenehm kurz.

Die römische Brixia
Brescia geht auf die römische Stadt Brixia zurück.
Schon 225 vor Christus geriet der Ort unter römische Herrschaft.
Im Jahr 73 nach Christus entstand das Kapitol, ein Tempel für die obersten Götter Roms.
Daneben lag ein Theater, in das einst rund 15.000 Zuschauer passten.
Im Jahr 1826 fand man hier die berühmte Bronzestatue der geflügelten Siegesgöttin.
Die Altstadt bewahrt damit die besterhaltenen römischen Bauten Norditaliens.

Das Welterbe Santa Giulia
Seit 2011 gehört ein Teil der Stadt zum Welterbe der UNESCO.
Die Auszeichnung gilt den Stätten der Langobarden in Italien.
Zu ihnen zählt die Basilika San Salvatore, die im Jahr 753 von Herzog Desiderius errichtet wurde.
Heute ist sie Teil des großen Museums Santa Giulia.
Dieses bewahrt rund 11.000 Kunstwerke und archäologische Funde.
In seinen Mauern lässt sich die lange Geschichte der Stadt nachvollziehen.

Dome, Burg und Loggia
Im Zentrum stehen gleich zwei Kathedralen nebeneinander.
Der alte Dom, die Rotonda, ist ein runder romanischer Bau aus dem 11. Jahrhundert.
Der neue Dom wurde zwischen 1604 und 1825 errichtet.
Über der Stadt thront auf dem Cidneo-Hügel eine der größten Burgen Italiens.
Im Herzen der Altstadt liegt die prächtige Piazza della Loggia, deren Bau 1492 begann.
Von Brescia aus startet und endet außerdem die berühmte Oldtimer-Fahrt Mille Miglia.

Ankommen in Brescia
Brescia empfängt seine Gäste mit dem hellen Bahnhof und dem Blick auf die Alpen im Norden.
Zwischen römischen Tempeln, mittelalterlicher Burg und eleganten Plätzen entfaltet die Stadt ihren Reiz.
Die schnellen Züge machen sie zu einem leichten Ziel zwischen Mailand und Venedig.
Der Bahnhof Brescia ist damit mehr als ein Halt, er ist das Tor zu einer sehr alten Stadt.
Ein Ortstermin in Brescia verbindet die Freude am Bahnfahren mit einem Gang durch die Antike.

Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Brescia eröffnet?
Welche Linien treffen sich in Brescia?
Wie viele Reisende nutzen den Bahnhof Brescia?
Was kann man vom Bahnhof aus in Brescia entdecken?
Warum ist Brescia berühmt?
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