Der Bahnhof Bayerisch Eisenstein, ein Bahnhof mitten auf der Grenze

Ortstermin

„In diesem Bahnhof kann man mit einem Schritt von Deutschland nach Tschechien gehen.“

Der Bahnhof Bayerisch Eisenstein, ein Bahnhof mitten auf der Grenze

→ Ein Ortstermin im Bayerischen Wald.

Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin

Kurz gesagt

Der Bahnhof Bayerisch Eisenstein / Železná Ruda-Alžbětín ist ein Grenzbahnhof zwischen Deutschland und Tschechien. Hier enden die Strecke aus Landshut und die Strecke aus Pilsen.

Tief im Bayerischen Wald, am Fuß des Großen Arber, liegt Bayerisch Eisenstein.

Direkt an der Grenze steht ein besonderer Bahnhof.

Er gehört gleich zwei Ländern.

Bahnhof Bayerisch Eisenstein DE 2012 06 18
Foto: K. Jähne, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Bahnhof, zwei Länder

Der Bahnhof trägt einen doppelten Namen: Bayerisch Eisenstein und Železná Ruda-Alžbětín.

Er ist ein Grenzbahnhof zwischen Deutschland und Tschechien.

Die Grenze verläuft sogar mitten durch das Empfangsgebäude.

Das macht ihn zu einem der ungewöhnlichsten Bahnhöfe Europas.

Bahnhof Bayerisch Eisenstein CD Lok 2012 06 14
Foto: K. Jähne, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Zwei Strecken treffen sich

Von deutscher Seite kommt die Strecke aus Landshut über Plattling und Zwiesel.

Von tschechischer Seite führt eine Strecke nach Pilsen.

Beide enden hier im selben Bahnhof.

So ist er ein Tor zwischen zwei Ländern.

Bahnhof Bayerisch Eisenstein Vapeur 1995
Foto: Jacquesverlaeken, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Bayerisch Eisenstein / Železná Ruda-Alžbětín ist Betriebsstelle der Strecken Landshut–Bayerisch Eisenstein und Železná Ruda-Alžbětín–Plzeň. Er ist Grenzbahnhof zwischen Deutschland und Tschechien, die Grenze verläuft durch das Empfangsgebäude.

Nach Jahrzehnten der Teilung wurde die Verbindung nach der Wende wieder geöffnet. Über dem Ort erhebt sich der Große Arber, der höchste Berg des Bayerischen Waldes.

Die Waldbahn

Auf deutscher Seite fahren die Züge der Waldbahn.

Sie verbinden Bayerisch Eisenstein mit Zwiesel und Plattling.

Die Fahrt führt durch dichte Wälder und kleine Orte.

Viele Wanderer und Urlauber nutzen diese Verbindung.

Bahnhof Bayerisch Eisenstein 1995 059
Foto: Jacquesverlaeken, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Getrennt und wieder vereint

Nach dem Zweiten Weltkrieg teilte der Eiserne Vorhang den Bahnhof.

Über Jahrzehnte fuhren keine Züge über die Grenze.

Erst nach der Wende wurde die Verbindung wieder geöffnet.

Heute kann man wieder durchgehend von Bayern nach Böhmen reisen.

Bayerisch Eisenstein Železná Ruda Alžbětín train station
Foto: High Contrast, CC BY 3.0 de, via Wikimedia Commons

Museen im Bahnhof

Im Bahnhofsgebäude gibt es heute Ausstellungen.

Ein Museum erzählt von der Geschichte der Lokalbahnen.

Dazu kommen Informationen über die Natur der Region.

Der Bahnhof ist damit selbst ein Ausflugsziel.

Bahnhof Bayerische Eisenstein, Waldbahn
Foto: High Contrast, CC BY 3.0 de, via Wikimedia Commons

Der Große Arber

Über Bayerisch Eisenstein erhebt sich der Große Arber.

Er ist der höchste Berg des Bayerischen Waldes.

Im Winter ist er ein beliebtes Skigebiet.

Im Sommer führen Wanderwege und eine Bergbahn hinauf.

Bahnhof Bayerisch Eisenstein 1971
Foto: Hans-Martin Scheibner, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Mitten im Wald

Rund um den Ort erstrecken sich riesige Wälder.

Auf beiden Seiten der Grenze liegen Schutzgebiete.

Auf deutscher Seite ist es der Nationalpark Bayerischer Wald, auf tschechischer der Nationalpark Šumava.

Zusammen bilden sie eines der größten Waldgebiete Mitteleuropas.

Bayerisch Eisenstein Bahnhof Železná Ruda 2007 b
Foto: Hoover5555, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen an der Grenze

Wer in Bayerisch Eisenstein aussteigt, erlebt Europa ohne Schranken.

Mit einem Schritt wechselt man das Land.

Deutsch und Tschechisch hört man auf dem Bahnsteig gleichermaßen.

So ist dieser Bahnhof ein Symbol für ein zusammengewachsenes Europa.

Bayerisch Eisenstein Bahnhof Železná Ruda 2008 e
Foto: Hoover5555, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons
2 Am Bahnhof in Bayerisch Eisenstein
Foto: W. Bulach, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Blick in die Zukunft

Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.

Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.

Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.

Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.

Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.

So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Zwischen Technik und Menschen

Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.

Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.

Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.

Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.

Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.

Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Häufige Fragen

Warum hat der Bahnhof zwei Namen?
Er liegt genau auf der Grenze und heißt auf Tschechisch Železná Ruda-Alžbětín.
Wo verläuft die Grenze?
Mitten durch das Empfangsgebäude.
Welche Strecken enden hier?
Die Strecke aus Landshut über Plattling und Zwiesel und die Strecke aus Pilsen.
Seit wann fahren wieder Züge über die Grenze?
Seit der Zeit nach der Wende ist die Verbindung wieder offen.
Welcher Berg liegt in der Nähe?
Der Große Arber, der höchste Berg des Bayerischen Waldes.

Weiterfahrt

→ Ortstermin: Passau Hauptbahnhof – die Glasstadt an der Waldbahn

→ Ortstermin: Der Bahnhof Passau – wo die Waldbahn beginnt

→ Zurück zum Finder

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →