Ortstermin
„Vorsicht am Bahnsteig in Atlanta, der Crescent nach New Orleans fährt ein, bitte treten Sie zurück.“
Der Bahnhof Atlanta Peachtree, einziger Personenbahnhof der Stadt
→ Ein Ortstermin im US-Bundesstaat Georgia.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Der Bahnhof Peachtree in Atlanta wurde 1918 erbaut und ist heute der einzige Personenbahnhof der Stadt. Nur ein Zugpaar hält hier täglich, der Amtrak-Crescent zwischen New York und New Orleans.
Atlanta ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates Georgia und ein großes Verkehrszentrum des Südens.
Die Stadt entstand einst als Endpunkt einer Eisenbahn und wuchs an den Gleisen empor.
Ein Ortstermin beginnt am alten Bahnhof Peachtree, dem letzten Personenbahnhof der Stadt.

Ein Bahnhof von 1918
Der Bahnhof Peachtree wurde am 17. März 1918 eröffnet.
Entworfen hat ihn der Architekt Neel Reid mit seinem Büro.
Das Gebäude ist im Stil der italienischen Renaissance gehalten.
Hohe Palladio-Fenster geben ihm ein vornehmes Gesicht.
Gebaut wurde es einst als Vorortbahnhof der Southern Railway.
Es steht an der Peachtree Road im Viertel Brookwood.

Der letzte Personenbahnhof
Lange Zeit hatte Atlanta mehrere große Bahnhöfe.
Im Jahr 1970 verlegte die Southern Railway ihre Züge hierher.
Nur ein Jahr später, 1971, begann die staatliche Gesellschaft Amtrak ihren Dienst.
Die anderen Bahnhöfe der Stadt wurden geschlossen.
Seitdem ist Peachtree der einzige Personenbahnhof Atlantas.
Seit 1976 steht das Gebäude im nationalen Verzeichnis historischer Orte.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Peachtree in Atlanta wurde 1918 nach Plänen des Architekten Neel Reid erbaut.
Seit 1971 ist er der einzige geöffnete Personenbahnhof der Stadt.
Heute hält hier einmal täglich je Richtung der Amtrak-Zug Crescent.
Nur ein Zug am Tag
Heute ist es am Bahnhof ruhiger als in früheren Zeiten.
Im Jahr 1975 wurde das Angebot auf einen einzigen Zug verringert.
Seit 1979 wird dieser Zug von Amtrak betrieben.
Er trägt den Namen Crescent und verbindet New York mit New Orleans.
Nur ein Zugpaar hält hier an einem gewöhnlichen Tag.
Für die wenigen Reisenden ist das ein besonderes Erlebnis.

Eine Stadt aus Gleisen
Atlanta selbst verdankt sein Entstehen der Eisenbahn.
Die Stadt wurde als Endpunkt der Western-and-Atlantic-Bahn gegründet.
Ein Nullstein markierte den Anfang der Strecke am heutigen Five Points.
Zuerst hieß der Ort schlicht Terminus, also Endpunkt.
Im Jahr 1847 erhielt er den Namen Atlanta und wurde eine Stadt.
Weil hier viele Linien zusammenliefen, wuchs sie rasch zu einem großen Knoten.

Vom Bahnhof in die Stadt
Der Bahnhof liegt an der langen Peachtree Road zwischen Buckhead und Midtown.
Von hier aus ist das Zentrum der Stadt ein Stück entfernt.
Für kurze Wege sorgt die moderne Stadtbahn mit dem Namen MARTA.
Mit ihr erreicht man die großen Ziele der Innenstadt.
So ergänzen sich der alte Bahnhof und der moderne Nahverkehr.
Der Weg vom Gleis in die City ist schnell zurückgelegt.

Phönix aus der Asche
Atlanta blickt auf eine dramatische Geschichte zurück.
Im Jahr 1864 wurde die Stadt im amerikanischen Bürgerkrieg erobert.
Große Teile der Stadt brannten damals nieder.
Doch Atlanta erhob sich rasch wieder aus den Trümmern.
Ihr Wahlspruch lautet Resurgens, was wiederauferstehend bedeutet.
Als Sinnbild dafür dient der Vogel Phönix, der aus der Asche steigt.

Stadt der Bürgerrechte und der Spiele
Im 20. Jahrhundert wurde Atlanta zu einem Zentrum der Bürgerrechtsbewegung.
Hier wirkte der Prediger Martin Luther King, dessen Grab heute in der Stadt liegt.
An ihn und seine Mitstreiter erinnert ein nationaler Gedenkort.
Im Jahr 1996 richtete Atlanta die Olympischen Sommerspiele aus.
An sie erinnert der Centennial Olympic Park im Herzen der Stadt.
Vor den Spielen wurde auch der alte Bahnhof im Inneren erneuert.

Stadt im Wald
Atlanta trägt den Beinamen Stadt im Wald.
Keine andere große Stadt der USA hat so viele Bäume in ihren Straßen.
In der Stadt selbst leben rund eine halbe Million Menschen.
In der weiten Metropolregion sind es über sechs Millionen.
Zu ihren Anziehungspunkten zählen die Welt von Coca-Cola und ein großes Aquarium.
Auch das prächtige Fox Theatre lockt viele Besucher an.

Ankommen in Atlanta
Atlanta empfängt seine Gäste mit dem alten Bahnhof und dem Grün seiner Bäume.
Zwischen Gleisen, Geschichte und modernen Türmen entfaltet die Stadt ihren eigenen Charakter.
Der einzige tägliche Zug macht die Ankunft hier zu etwas Besonderem.
Der Bahnhof Peachtree ist damit mehr als ein Halt, er ist ein Denkmal der Bahngeschichte.
Ein Ortstermin in Atlanta verbindet die Freude am Bahnfahren mit der Geschichte des amerikanischen Südens.

Ein Knoten im Süden
Atlanta ist bis heute ein großer Verkehrsknoten des amerikanischen Südens.
Schon 1868 wurde die Stadt zur Hauptstadt des Bundesstaates Georgia.
Ihre Lage auf rund 320 Metern Höhe macht sie zu einer der höher gelegenen Großstädte des Landes.
In der Stadt leben heute etwa eine halbe Million Menschen.
Mit ihrem weiten Umland zählt die Region über sechs Millionen Einwohner.
So ist aus dem einstigen Endpunkt einer Bahn eine pulsierende Metropole geworden.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Peachtree gebaut?
Warum ist Peachtree Atlantas einziger Bahnhof?
Welcher Zug hält in Atlanta?
Was kann man vom Bahnhof aus in Atlanta entdecken?
Warum ist Atlanta berühmt?
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