Ortstermin
„Auf Gleis eins hat Einfahrt der Zug nach Göttingen, Halt in Alfeld an der Leine.“
Der Bahnhof Alfeld an der Leine und das Welterbe von Walter Gropius
→ Ein Ortstermin im südlichen Niedersachsen.
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Kurz gesagt
Alfeld liegt an der Hannöverschen Südbahn, die seit 1853 durch das Leinetal führt. Am Rand der Stadt steht mit dem Fagus-Werk ein Welterbe der modernen Architektur.
Alfeld an der Leine ist eine Kleinstadt im Landkreis Hildesheim im südlichen Niedersachsen.
Die Stadt liegt an der Leine inmitten der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen.
Wer mit dem Zug anreist, erreicht einen Ort, der Industriegeschichte und Baukunst auf besondere Weise verbindet.

Kleinstadt an der Leine
Alfeld ist eine selbständige Gemeinde im südlichen Niedersachsen.
Die Stadt liegt im Tal der Leine zwischen bewaldeten Höhenzügen.
Ihr historischer Kern ist bis heute von Fachwerkhäusern geprägt.
Durch ihre Lage gehört sie zur Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen.
Der Bahnhof liegt zentral und war für die Entwicklung der Stadt entscheidend.

Die Hannöversche Südbahn
Alfeld liegt am Nordabschnitt der Hannöverschen Südbahn.
Diese Strecke wurde ab 1847 gebaut, um Hannover mit Kassel zu verbinden.
Man entschied sich für die günstigste Trasse, die durch das Leinetal und damit durch Alfeld führte.
Der vorläufige Endpunkt der Strecke war zunächst Göttingen.
So kam die Stadt früh an eine wichtige Nord-Süd-Verbindung.

Gut zu wissen
Alfeld liegt am Nordabschnitt der Hannöverschen Südbahn, die ab 1847 durch das Leinetal gebaut wurde.
Am 30. April 1853 wurde die Strecke erstmals von einem Zug befahren; vorläufiger Endpunkt war Göttingen.
Nach dem Bahnanschluss wandelte sich Alfeld zu einer Industriestadt mit einem Gewerbegebiet am Bahnhof.
1991 übernahm die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg einen großen Teil des Fernverkehrs.
Das 1911 von Walter Gropius entworfene Fagus-Werk gehört seit 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Der erste Zug von 1853
Am 30. April 1853 wurde die Strecke erstmals von einem Zug befahren.
Für Alfeld bedeutete dieser Tag den Beginn einer neuen Epoche.
Mit der Bahn rückte die Stadt näher an Hannover und an den Süden heran.
Reisen, die früher Tage dauerten, waren nun in Stunden möglich.
Der Bahnhof wurde rasch zu einem Mittelpunkt des öffentlichen Lebens.

Der Bahnhof und die Industrie
Nach dem Anschluss an die Bahn siedelten sich viele Unternehmen in Alfeld an.
Die Stadt wandelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte zu einer Industriestadt.
Im Bereich des Bahnhofs entstand ein eigenes Gewerbegebiet.
Die kurze Wege zur Schiene waren für die Betriebe ein großer Vorteil.
So wurde der Bahnhof zum Motor der wirtschaftlichen Entwicklung.

Von der Magistrale zur Schnellfahrstrecke
Über viele Jahrzehnte war die Strecke durch Alfeld eine wichtige Hauptbahn.
Rund 140 Jahre nach der Eröffnung änderte sich diese Rolle jedoch.
Im Jahr 1991 ging die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg in Betrieb.
Sie übernahm einen großen Teil des schnellen Fernverkehrs.
Für Alfeld blieb dennoch die Anbindung im Regionalverkehr durch das Leinetal erhalten.

Im Nahverkehr durch das Leinetal
Heute ist Alfeld vor allem im Regionalverkehr an das Netz angebunden.
Die Züge verbinden die Stadt mit Hannover im Norden.
In die andere Richtung erreicht man über das Leinetal den Süden Niedersachsens.
Damit bleibt der Bahnhof ein wichtiger Haltepunkt für die ganze Region.
Für Pendler und Reisende ist die Leinetalstrecke bis heute von Bedeutung.

Das Fagus-Werk von Walter Gropius
Das bekannteste Bauwerk Alfelds ist das Fagus-Werk am Rand der Stadt.
Es wurde 1911 von dem Architekten Walter Gropius und seinem Mitarbeiter Adolf Meyer entworfen.
Der Unternehmer Carl Benscheidt hatte den Auftrag für seine neue Schuhleistenfabrik erteilt.
Das Werk gilt als eines der ersten Beispiele der architektonischen Moderne.
Seit Juni 2011 gehören zehn Gebäude des historischen Kerns zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Fachwerk und Alte Lateinschule
Das Bild der Alfelder Altstadt wird von zahlreichen Fachwerkbauten geprägt.
Wegen dieser Häuser ist Alfeld eine Station der Deutschen Fachwerkstraße.
Viele der Bauten stammen aus der Zeit nach schweren Stadtbränden im 19. Jahrhundert.
Ein besonderes Schmuckstück ist die Alte Lateinschule, ein Bau der Renaissance.
In ihr ist heute ein Museum untergebracht, das die Geschichte der Stadt zeigt.

Ankommen in Alfeld
Wer in Alfeld an der Leine aus dem Zug steigt, steht in einer alten Industriestadt im Flusstal.
Vom Bahnhof aus ist die Fachwerk-Altstadt in wenigen Minuten erreichbar.
Ganz in der Nähe liegt mit dem Fagus-Werk ein Meilenstein der modernen Architektur.
Die Hannöversche Südbahn verbindet die Stadt bis heute mit Hannover und dem Süden.
So fügt sich dieser Ortstermin aus Eisenbahngeschichte, Fachwerk und Welterbe zu einem runden Bild.

Häufige Fragen
An welcher Strecke liegt der Bahnhof Alfeld?
Seit wann fahren Züge durch Alfeld?
Was geschah 1991 mit der Strecke?
Was ist das Fagus-Werk?
Was kann man in der Altstadt sehen?
Weiterfahrt
→ Ortstermin: Hildesheim Hauptbahnhof – Hildesheim ist die Kreisstadt und ein Knoten weiter nördlich an der Leine.
→ Ortstermin: Der Bahnhof Hildesheim – Göttingen war der frühe Endpunkt der Strecke im Süden.
