Ortstermin
„Vorsicht am Bahnsteig in Ahmedabad, der Shatabdi Express nach Mumbai fährt ab, bitte achten Sie auf Ihr Gepäck.“
Der Bahnhof Ahmedabad, Kalupur und die Welterbe-Stadt
→ Ein Ortstermin in Gujarat.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Der Bahnhof Ahmedabad, auch Kalupur genannt, wurde 1863 eröffnet. Von hier führt der Weg in die Welterbe-Altstadt am Fluss Sabarmati.
Ahmedabad ist die größte Stadt des indischen Bundesstaates Gujarat.
Sie liegt am Fluss Sabarmati und bewahrt eine der ältesten Altstädte Indiens.
Ein Ortstermin beginnt am großen Bahnhof Kalupur und führt zu Moscheen, Höfen und Gandhis Ashram.

Ein Bahnhof von 1863
Der Bahnhof Ahmedabad wurde am 20. Januar 1863 eröffnet.
Bei den Einheimischen trägt er nach seinem Stadtteil den Namen Kalupur.
Offiziell heißt er Ahmedabad Junction und führt das Kürzel ADI.
Er gehört zur Zone der Western Railway der indischen Staatsbahn.
Seit über 150 Jahren ist er der wichtigste Bahnhof der Stadt.
Hier beginnt für viele Reisende der Weg durch Gujarat.

Zwölf Bahnsteige
Der Bahnhof ist eine weitläufige und belebte Anlage.
Er besitzt zwölf Bahnsteige an insgesamt sechzehn Gleisen.
Die Schienen liegen auf rund 52 Metern Höhe über dem Meer.
Täglich beginnen hier etwa dreißig Fernzüge ihre Fahrt.
Zu fast jeder Stunde herrscht reges Treiben auf den Bahnsteigen.
Der Bahnhof ist damit ein zentraler Knoten im Westen Indiens.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Ahmedabad, offiziell Ahmedabad Junction und Kalupur genannt, wurde am 20. Januar 1863 eröffnet.
Er besitzt zwölf Bahnsteige und zählt zur Zone der Western Railway.
Von hier fahren schnelle Züge nach Mumbai und über Jaipur nach Delhi.
Strecken nach Mumbai und Delhi
Von Ahmedabad führen zwei große Hauptstrecken in die Ferne.
Die eine verbindet die Stadt mit der Metropole Mumbai.
Auf ihr verkehren schnelle Züge wie der Shatabdi und der Vande Bharat.
Die zweite Strecke führt über Jaipur bis in die Hauptstadt Delhi.
So ist Ahmedabad eng mit den großen Städten des Landes verbunden.
Der Bahnhof bündelt den Verkehr aus vielen Richtungen.

Umbau und Schnellbahn
Zurzeit wird der Bahnhof umfassend umgebaut.
Die Arbeiten leitet die Gesellschaft, die auch die Metro von Delhi errichtet hat.
Die Kosten werden auf mehrere Milliarden Rupien geschätzt.
Zugleich entsteht hier ein Bahnhof für die geplante Schnellfahrstrecke nach Mumbai.
Für dieses Projekt wurden einige Bahnsteige vorübergehend geschlossen.
In wenigen Jahren soll der Bahnhof moderner und größer wiedereröffnen.

Vom Bahnsteig in die Altstadt
Gleich beim Bahnhof stehen die berühmten Schüttelminarette.
Diese schlanken Türme beginnen zu schwingen, wenn man einen von ihnen bewegt.
Von hier aus ist die alte, von Mauern umgebene Stadt rasch erreicht.
In ihren engen Gassen reihen sich alte Wohnhöfe, die man Pols nennt.
So wird der Bahnsteig zum Ausgangspunkt für einen Gang durch eine lebendige Altstadt.
Der Weg vom Zug ins Herz der Stadt ist angenehm kurz.

Die Stadt von 1411
Ahmedabad wurde im Jahr 1411 gegründet.
Ihr Gründer war der Sultan Ahmad Schah I., der ihr seinen Namen gab.
Am 26. Februar jenes Jahres legte er den Grundstein am Ufer des Sabarmati.
Über Jahrhunderte wuchs die Stadt zu einem Zentrum von Handel und Handwerk.
Im Juli 2017 wurde ihre Altstadt zum Welterbe der UNESCO erklärt.
Damit zählt sie zu den bedeutenden historischen Städten Indiens.

Moscheen und das Netz der Jali
Das Wahrzeichen der Stadt ist die Moschee des Sidi Saiyyed.
Sie entstand in den letzten Jahren des Sultanats von Gujarat.
Berühmt ist sie für ihre zehn steinernen Gitterfenster.
Diese feinen Jali-Netze zeigen einen kunstvoll verschlungenen Baum.
Ein solches Fenster ist heute ein Sinnbild der ganzen Stadt.
Auch die große Freitagsmoschee Jama Masjid zählt zu den Schätzen der Altstadt.

Gandhi und der Fluss
Am Ufer des Sabarmati liegt der Ashram von Mahatma Gandhi.
Gandhi gründete diese Gemeinschaft im Jahr 1917.
Von Ahmedabad aus brach er 1930 zu seinem berühmten Salzmarsch auf.
Entlang des Flusses erstreckt sich heute eine moderne Uferpromenade.
Sie wurde ab 2005 angelegt und im Jahr 2012 eröffnet.
Als Stadt der Webereien trug Ahmedabad einst den Beinamen Manchester Indiens.

Ankommen in Ahmedabad
Ahmedabad empfängt seine Gäste mit dem großen Bahnhof und den schwingenden Minaretten.
Zwischen Moscheen, Höfen und dem Fluss entfaltet die Stadt ihren eigenen Reiz.
Die Bahn verbindet sie mit Mumbai, Delhi und bald mit einer Schnellfahrstrecke.
Der Bahnhof Ahmedabad ist damit mehr als ein Halt, er ist das Tor zur Welterbe-Stadt.
Ein Ortstermin in Ahmedabad verbindet die Freude am Bahnfahren mit der Geschichte Indiens.

Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Ahmedabad eröffnet?
Wie groß ist der Bahnhof Ahmedabad?
Welche Züge fahren von Ahmedabad?
Was kann man vom Bahnhof aus in Ahmedabad entdecken?
Warum ist Ahmedabad berühmt?
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